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Im Kreis der Familie lauschten Ingrid und Hans Zehetmair (v. r.) den Reden anlässlich des Landkreis-Empfangs zum 80. Geburtstag des früheren Landrats.

Empfang zum 80. Geburtstag von Hans Zehetmair – Ein halbes Jahrhundert Kommunalpolitik

Hommage an einen großen Kommunalpolitiker

Erding - 80 ist Hans Zehetmair bereits vor einem Monat geworden. Am Sonntag widmete der Landkreis dem früheren Landrat  einen Empfang.

„Du hast diesen Landkreis maßgeblich mitgeprägt und dazu beigetragen, dass die Menschen heute in einer prosperierenden Region leben.“ Dieses Fazit zog Landrat Martin Bayerstorfer bei einem Empfang am Sonntag über seinen Vorvorgänger Hans Zehetmair – Landrat von 1978 bis 1986, ehe er Kultusminister und zeitweise stellvertretender Ministerpräsident wurde. Am 23. Oktober war Zehetmair 80 Jahre alt geworden. Unter den Gästen waren zahlreiche politische Weggefährten wie Zehetmairs Nachfolger Xaver Bauer, aber auch Ehrengäste, darunter Weißbräu-Inhaber Werner Brombach, Stadtpfarrer Martin Garmaier und FMG-Chef Michael Kerkloh.

Bayerstorfer blickte in seiner Rede auf Zehetmairs Geburtsjahr 1936 und dessen sportliche Leidenschaft, den TSV 1860 München, zurück. Die Löwen seien damals bereits in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. 80 Jahre später stünden die Löwen deutlich besser da: Sie spielen noch um den Pokal.

Nachdem Zehetmairs Verdienste um die Landespolitik bereit vor einem Monat bei einer Veranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung mit Edmund Stoiber als Festredner gewürdigt worden waren, griff sich Bayerstorfer Meilensteine aus der Landkreis-Geschichte heraus. So habe Zehetmair die Neustrukturierung der Volkshochschule und die Gründung einer Kreismusikschule unter dem Dach der VHS bewerkstelligt – mit Modellcharakter für ganz Bayern. Er erinnerte auch an die Gründung des Bauernhausmuseums in Erding.

Die Bildungslandschaft, so Bayerstorfer weiter, habe der Jubilar entscheidend mitgeprägt: „Es ist Dir zu verdanken, dass das Gymnasium Dorfen und die Realschule Taufkirchen genehmigt wurden.“ Auch das Sonderpädagogische Förderzentrum trage die Handschrift des Erdingers.

Als feststand, dass der neue Münchner Flughafen im Erdinger Moos errichtet wird, habe sich Zehetmair bereits in den 70er Jahren für den S-Bahn-Ringschluss und die Flughafentangente eingesetzt.

Verdienste um die Heimat habe sich der heute 80-Jährige durch die Geothermie erworben. Den Grundstein habe er mit dem damaligen Erdinger Bürgermeister Gerd Vogt gelegt. Fazit des Landrats: „Du hast stets im Dienst des Gemeinwohls gehandelt.“

Ein Grußwort sprach Umweltministerin Ulrike Scharf, ehe Zehetmair selbst das Wort ergriff – in freier Rede. Er bekannte: „Ich komme aus der Kommunalpolitik und habe immer in deren Sinne gewirkt. Ein halbes Jahrhundert seines Lebens stehe im Zeichen der Keimzelle der Politik.

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