Sicherheitstipps des Veterinäramts 

Behörden rüsten sich gegen Vogelgrippe

Erding – Auch wenn es im Landkreis noch keinen Fall von Vogelgrippe gibt, rüsten sich die Behörden für den Ernstfall. Eine Infektion des Menschen gilt als unwahrscheinlich.

Am Donnerstag hat die Vogelgrippe die Region erreicht: Im Nachbarlandkreis Freising wurde bei mehreren Wildenten das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen – nach positiven Tests bei verendeten Wildvögeln in Niedersachsen sowie in Lindau und Starnberg. Deswegen rüsten sich auch in Erding die Sicherheitsbehörden für den Ernstfall. Vor allem wollen sie verhindern, dass das hochansteckende Vogelgrippe-Virus in Hausgeflügel-Bestände eingetragen wird. Denen droht dann Stallpflicht.

Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, Sprecherin des Landratsamts, versichert: „Bei uns gibt es noch keinen Fall, auch eine Verdachtsmeldung ist bislang nicht erfolgt.“ Sie klärt zudem auf, „dass eine Infektion von Menschen mit dem Virus bislang nicht nachgewiesen wurde“. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist die Übertragung auf Menschen „theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich“.

Um ein Ausbreiten zu vermeiden gilt ein Stufenplan, der unserer Zeitung vorliegt. Im Fokus steht laut Fiebrandt-Kirmeyer vor allem wild lebendes Wassergeflügel mit einem hohen Ansteckungsrisiko: etwa Schwände, Enten Gänse, Kormorane, Reiher und Aasfresser. Nach dem Alarmplan soll bei jedem aufgefundenen toten Tier aus dieser Kategorie umgehend das Veterinäramt eingeschaltet werden – unter Angabe des Fundorts, der Tierart und der Zahl der Kadaver.

Ein eher geringes Infektionsrisiko besteht bei Fasanen, Rebhühnern, Tauben und Singvögeln. Einzeltiere könnten regulär über den Restmüll entsorgt werden. Ab zwei verendeten Tieren soll ebenfalls das Veterinäramt informiert werden, das alle weiteren Schritte veranlasst.

Auch die Bergung eventuell an H5N8 erkrankter Tiere ist geregelt. Grundsätzlich erledigen das Fachkräfte des Veterinäramts. Sie können Polizei, Wasserrettung und Feuerwehr hinzuziehen, wenn die Kadaver etwa schwer erreichbar sind oder im Wasser schwimmen. Die Tierkörper müssen im Zwei-Säcke-System entsorgt werden: innen eine flexible Tüte, außen ein stabiler Kunststoffsack.

Allen Bürgern rät das Landratsamt, bei der Entsorgung immer Einmalhandschuhe zu tragen, die Hände danach gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Kontaminierte Kleidung muss gewaschen werden – mindestens zehn Minuten bei 40 Grad oder heißer. Auch die Schuhe sind zu reinigen.

Vermeiden sollten die Bürger ungeschützten Kontakt mit Kadavern, das Aufwirbeln von Staub, Kontakt von Kindern und Haustieren mit toten Vögeln sowie Panik.

Hans Moritz

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