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Chipkarte für Flüchtlinge ist „Rassismus vom Amt“

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Erding – Im Landkreis bekommen Flüchtlinge kein Bargeld mehr, sondern müssen per Chipkarte bezahlen. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert das scharf.

Chipkarte statt Bargeld: Die Einführung des Kommunal Passes für Asylbewerber im Landkreis stößt nicht nur bei den Helferkreisen auf Kritik. Auch der Bayerische Flüchtlingsrat findet klare Worte. Er wirft dem Landratsamt „Behördenwillkür“ und „Rassismus vom Amt“ vor.

Die Einführung der Chipkarte zeuge von umfassender Schäbigkeit bei der verantwortlichen Verwaltung des Landkreises, schreibt Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat. „Welcher kleine Bäcker, welches Eiscafé hat einen Kartenleser? Wie sollen Schulkinder ein Pausenbrot kaufen oder Kopiergeld in der Schule abgeben? Wie kaufe ich bargeldlos eine Fahrkarte im Linienbus?“, fragt Dünnwald. Flüchtlinge seien damit zum Kauf in Supermärkten gezwungen, „die sie kaum mehr legal erreichen können. Mit Glück bekommen sie dort das Restgeld in bar auf die Hand.“

Die Chipkarte lässt sich für Dünnwald durch nichts begründen: „Zahlreiche Landkreise überweisen Flüchtlingen ihren Geldbetrag auf ein normales Bankkonto. Dass der Landkreis Erding das nicht will, weckt Zweifel daran, dass hier Interesse an Menschenwürde und Integration von Flüchtlingen besteht.“

zie

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