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Kulturpreis für Alfred Mittermeier und Schäffler

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Von: Hans Moritz

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Preisgekrönt: der Dorfener Kabarettist Alfred Mittermeier und die Taufkirchener Schäffler (l.).
Preisgekrönt: der Dorfener Kabarettist Alfred Mittermeier und die Taufkirchener Schäffler (l.).

Die Kulturpreisträger 2018 des Landkreises stehen fest. Die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise werden am Freitag, 30. November, in einem Festakt in der Stadthalle Erding verliehen.

Dorfen/Taufkirchen – Die Kulturpreisträger 2018 des Landkreises stehen fest: Die Jury wählte aus zahlreichen Vorschlägen den Dorfener Kabarettisten Alfred Mittermeier und die Schäfflergruppe der Taufkirchener Feuerwehr aus. Die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise werden am Freitag, 30. November, in einem Festakt in der Stadthalle Erding verliehen.

Mittermeier, würdigte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) gestern im Kulturausschuss, sei ein „Botschafter seiner Heimatstadt Dorfen wie des Landkreises“. Der 53-Jährige, der diesen Mittwoch Geburtstag feiert, schlug nach dem Abitur 1985 zunächst eine Karriere als Betriebswirt ein. Seit 2004 verdient er, so der Landrat, „mit der zehnten Muse, dem Kabarett, sein Geld“. Mittermeiers erstes großes Programm 2004 hieß „Ochsentour“ und war weit über die Region hinaus erfolgreich. 2006 folgten „Zuckerschlecken“, 2010 „Sündenbockerei“, 2013 „Extrawurst ist aus!“ und 2016 „Ausmisten“. Auftritte hat der Bruder von Michael Mittermeier – er hat den Preis übrigens noch nicht – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und in der Schweiz.

Bayerstorfer wies in seiner Laudatio darauf hin, dass sich Mittermeier immer wieder auch in seiner Heimatstadt engagiere, deren Kulturreferent er einst gewesen sei. Gut in Erinnerung ist noch seine Teilnahme an den Bierkrieg-Festspielen 1995, bei denen er die Hauptrolle des Aufrührers Anton Lechner übernahm. 1997 realisierte er in seiner Heimatstadt ein Kulturfestival, in dessen Rahmen er das kultige Rustical „Der Watzmann ruft“ von Wolfgang Ambros inszenierte und nicht nur Regie führte, sondern auch gleich noch zwei Rollen übernahm. Später gab er den Watzmann auch in Erding und im Lustspielhaus in München.

„I gfrei mi narrisch“, sagte Mittermeier der Heimatzeitung. „Denn das ist der erste Preis aus meiner Heimat.“

Eine Schäfflergruppe gibt es in Taufkirchen seit 1951, damals auf Initiative der Karnevalsgesellschaft. Wiederbelebt wurde die Tradition, die bis ins Münchner Pestjahr 1517 zurückgeht, 1984 von der Feuerwehr unter der Leitung von Alois Sinseder. Alle sieben Jahre tritt die Formation mit ihren charakteristischen Gewändern und Fassreifen auf, das nächste Mal 2019. Den Kulturpreis erhält die 40 Mitglieder zählende Gruppe laut Bayerstorfer auch, weil sie die einzigen Schäffler im Landkreis sind, und nicht nur die Bevölkerung, sondern ehrenamtlich immer wieder auch Heimbewohner erfreuen.

Heute führt Bernhard Sinseder die Schäffler an. Er gesteht: „Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können, denn heute haben wir unser erstes Training.“ Er sei sprachlos und überwältigt: „Es macht einen zuversichtlich, dass es sich doch lohnt, alle Mühen und Hindernisse zu überwinden, die sich alle sieben Jahre ergeben.“ Genauso freue er sich, „dass wir immer wieder angesprochen werden, wann wir wieder tanzen“.

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