Hochwasserschutz

Gotz: „Ich wundere mich über den BBV“

Erding – OB mahnt in der Debatte um Damm bei Niederwörth Sachlichkeit an und kritisiert die Presse

Mit Erstaunen reagiert die Erdinger Kommunalpolitik auf die Veranstaltung vorigen Donnerstag in Wörth, bei der sich Widerstand gegen den geplanten Hochwasserschutz für Erding formiert hat, konkret gegen ein großes Rückhaltebecken im Bereich Niederwörth (wir berichteten). Im Entwicklungsausschuss des Stadtrats am Dienstag zeigte sich Burkhard Köppen (CSU) verwundert darüber, dass Experten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Tipps gegeben hätten, sich gegen den Polder mit Deich zur Wehr zu setzen.

Er fragte OB Max Gotz (CSU), ob man zur eigenen Veranstaltung im Oktober in Altenerding nicht auch BBV-Fachkundige einladen sollte. Die könnten dann Erdinger Bauern und denen flussabwärts erklären, wie sie sich gegen die Fluten und gegen die Weigerung der Wörther wehren können. Die Entwicklung im nachbarschaftlichen Verhältnis nannte Köppen bedauerlich. „Ich dachte, es geht in Richtung Konsens“, erklärte er.

Auch Gotz konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Ich wundere mich ebenfalls über den BBV, dass er hier so auf eine Seite springt. Das wird ein spannender Prozess.“ Allerdings betonte der OB mehrfach: „Ich will eine sachliche Auseinandersetzung.“

Die Aufregung verstehe er auch deswegen nicht, weil noch nichts beschlossen und die Planung noch nicht vollendet sei. Zudem müsse man auch an die Flussunterlieger denken – vor allem Berglern und Eitting.

Danach setzte Gotz zu einer Medienschelte an, die sich auf unsere Zeitung bezog, weil sie als einzige über die Versammlung berichtet hatte. Er erklärte, dass man den Medien nicht zu viel Glauben schenken dürfe. Berichte und das tatsächliche Geschehen hätten oft wenig miteinander zu tun. So sei das auch im Falle der Wörther Versammlung gewesen. Pikant: Gotz war in Wörth selbst nicht dabei, sondern im Segelurlaub. Und: Die Berichterstattung unserer Zeitung ist bislang von keinem der Beteiligten kritisiert worden. Zum Schluss mahnte Gotz erneut mehr Sachlichkeit an – nicht zuletzt seitens der Medien.

Hans Moritz

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