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Idyllische Wegstrecken wechseln sich mit längeren Passagen ab, bei denen der Blick gerne in die Ferne schweifen kann.

Serie: Wanderwege 

Die Indorfer Runde

Erding – Gut neun Kilometer ist die Indorfer Runde lang, die Walfried Seßler erwandert hat. Sie ist einer von sechs Wegen, die Ehrenamtliche im Rahmen des Arbeitskreises „Erding bewegt“ erlaufen haben. Wir stellen sie in loser Folge vor. Die Flyer gibt’s an der Rathaus-Info und in der Geschäftsstelle der Heimatzeitung.

Ausgehend vom Altenerdinger Schulzentrum an der Langen Feldstraße führt die Indorfer Runde durch den Südosten der Stadt. Walfried Seßler schreibt dazu: „Es geht zwischen Kindergarten und Schule zur Sempt und auf der anderen Flussseite nach Pretzen. Am Ortsrand nehmen wir rechts den Schotterweg, um vorbei am Wildgehege in die Buchenstraße zu gelangen. Jetzt führt uns die Tour über die Pappelstraße und durch einen kleinen Pfad zur Hörlkofener Straße. Das Sperrgatter an der Hauptstraße mahnt zur vorsichtigen Querung, da der Weg unmittelbar auf die Straße mündet.

Am Rande des Neubaugebietes gehen wir rechts weiter zum Ende der Straße Am Wirtsacker und biegen bergauf in die kleine Straße ab. An der Wegkapelle lädt eine Bank zur Rast ein. Die kleine Wegkapelle mit dreiseitigem Chorabschluss und Dachreiter stammt aus dem Jahr 1866. Am Südrand des Baugebietes führt der Weg hinauf auf den Altmoränenhügel aus der Riß-Eiszeit in Richtung Osten bis zur Staatsstraße nach Hörlkofen. Sie muss überquert werden. Dann führt der Weg durch die Felder geradewegs nach Osten.

Bei den Indorfer Straßhäuseln biegt der Feldweg in die Straße nach Indorf ab. Wir folgen dem Jagerweg bis zur St.-Martin-Straße am östlichen Ortseingang. Dort steht die Tuffsäule, genannt Pestsäule. Sie wurde zwischen 1681 und 1698 in gotischer Form errichtet.

Nun gehen wir rechts nach Indorf hinein, biegen kurz vor der Ortsmitte in die Straße Am Einfang ab und gehen in Richtung Westen wieder aus dem Dorf hinaus. Vorher lohnt sich ein Blick auf die Filialkirche St. Martin. Anton Kogler hat den spätbarocken Saalbau 1708 erbaut, mit einem nichteingezogenen dreiseitigen Chor und einem Spindelhelm. Gemeinsam mit dem Backhäusl bietet die Kirche einen reizvollen Anblick.

Unsere Wanderung folgt der Straße nach Westen. Wenn die Teerstraße nach rechts abzweigt, folgen wir dem Feldweg entlang des Wäldchens In der Lohe. An dessen Ende wendet sich der Weg wieder nach Westen. Bei klarer Sicht zeigen sich im Süden die Alpengipfel und im Norden die Stadtkirche und der Stadtturm Erdings.

Wir folgen dem Weg, überqueren am höchsten Punkt der Tour wieder die Staatsstraße und wandern auf der anderen Seite weiter in westlicher Richtung. An einem Wäldchen vorbei führt der Feldweg bis zur Fahrstraße. Wir müssen einige Meter nach links auf der Straße gehen, dann nehmen wir die Abzweigung nach Singlding. Dort treffen wir auf einen Bildstock. Das Denkmal aus dem Jahr 1851 erinnert an die 1806 abgebrochene Kirche St. Willibald und Walburga.

Weiter geht es vorbei am Semptkraftwerk. Dann verlassen wir das Dorf durch die Wiesen zur Furt über den Hochwasserüberlauf des Kraftwerks. Der Weg öffnet sich ins Almgebiet des Altenerdinger Mooses, von dem Reste in seiner ursprünglichen Form etwa einen Kilometer südwestlich unseres Weges als Naturdenkmal erhalten sind. An der Teerstraße wenden wir uns nach rechts. Der Weg führt nach Norden durch die Felder nach Altenerding. Westlich von uns sehen wir in einiger Entfernung das Industriegebiet, östlich liegt Pretzen. Nach den Kindergärten haben wir unseren Ausgangspunkt an den Schulen erreicht.“

Seßlers Fazit: „Der Weg ist ganzjährig begehbar, aber streckenweise schattenlos. Es liegen leider keine Einkehrmöglichkeiten unmittelbar daran. Für Kinderwagen ist der Weg streckenweise nicht geeignet.“

von Gabi Zierz

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