Erlöserkirche Klettham

Neue Orgel soll bald bestellt werden

Erding – Die Erlöserkirche Klettham braucht schon lange eine neue Orgel. Jetzt kommt Bewegung in die teure Angelegenheit.

Die evangelische Kirchengemeinde Erding steht nach 20 Jahren des Sammelns und Bettelns, des Planens und Diskutierens vor dem Abschluss eines ihrer größten Projekte in den vergangenen Jahrzehnten: Die neue Orgel für die Erlöserkirche Klettham kann nach Angaben des Vorsitzenden des Orgelbauvereins, Jürgen Bickhardt, in den nächsten Monaten bestellt werden. Und das, obwohl die Gemeinde weiterhin intensiv auf der Suche nach weiteren Spenden für das Instrument ist.

Vor den Gästen des Benefizkonzerts am vergangenen Sonntag in Klettham (wir berichteten) erklärte Bickhardt: „150 000 Euro sind schon beisammen. Das muss ungefähr noch verdoppelt werden.“ Damit war der Preis für die neue Orgel klar – rund 300 000 Euro. Dass es vorangeht, zeigt der Blick aufs Spendenthermometer im März: Bei einem Konzert war damals von 130 000 Euro die Rede gewesen.

Kirchenmusikerin Regina Doll-Veihelmann erklärte das Projekt: „Der Orgelprospekt, also das, was man vom Kirchenraum aus von der Orgel sieht, muss auf Anweisung des Denkmalamtes genau so aussehen wie der alte. Es ist verrückt, aber auch die Orgel steht unter Denkmalschutz“

Allen Ernstes hätten die Denkmalschützer zunächst verlangt, das marode Instrument zu erhalten. „Die Orgel ist von 1962, und sie war nie wirklich gut. Man hat damals das Billigste genommen“, so die Kirchenmusikerin weiter. Sie deutete an, dass sich das im Verlauf der Jahrzehnte gerächt habe. „Die Orgel muss einfach ersetzt werden.“ Dann, so Doll-Veihelmann weiter, rede auch noch der Orgel-Sachverständige der Landeskirche mit.

Und wie sieht es mit Geld „von oben“ aus? Die Organistin zieht die Schultern hoch: „Da war keine Rede von.“ Auch sei nicht bekannt, dass das Landesdenkmalamt Spendierhosen anziehe.

Also müssten die Gemeindemitglieder das Vorhaben selbst stemmen. Fünf Angebote hätten eingeholt werden müssen, berichtete sie weiter. Diese würden erstaunlich weit auseinander liegen. Das war auch der Sachstand, den der Vorsitzende des Vereins vortrug: „Die Sache geht voran. Da werden in den nächsten Monaten Entscheidungen fallen.“ Unter anderem die Bestellung der „Königin der Instrumente“.

KLaus Kuhn

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