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Am Lindenhain in Bergham beginnt und endet der Wanderweg "Zu den Quellen Erdings". Er führt nach Itzling, zur Therme und macht einen Abstecher nach Süden. Man kann ihn auch am S-Bahnhof Altenerding beginnen und in umgekehrter Richtung gehen.

Serie: Wanderwege 

Zu den Quellen Erdings

Erding – Viel Arbeit haben sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises „Erding bewegt“ in den vergangenen Monaten gemacht. Sie erkundeten die Stadt und ihre Umgebung auf eigene Faust und kreierten Wanderwege. Diese gibt es als Flyer an der Rathaus-Info und auch in der Geschäftsstelle der Heimatzeitung. Heute stellen wir Ihnen den ersten Wanderweg vor.

„Zu den Quellen Erdings“ heißt der erste von sechs Wanderwegen, den wir in den nächsten Wochen in loser Folge vorstellen. Jutta und Reinhard Harrer aus Altenerding haben ihn ergangen, Fotos und Notizen gemacht, Bemerkenswertes entdeckt. Hier schildern sie ihre Eindrücke:

„Unsere Tour beginnt beim Lindenhain in Bergham (Parkmöglichkeit, S-Bahn Aufhausen). Wir gehen den Lindenhain entlang nach Norden, bis wir links in die Gerhauserfeldstraße einbiegen (0,6 km). Im Westen sehen wir nun Itzling, auf das wir zugehen. Am Wegrand und bei der Kirche laden Bänke zum Verweilen ein. Am Ortsende von Itzling (2,0 km) erreichen wir die wenig befahrene Straße, die von der Therme her führt. Wir biegen nach links (Südwesten) ein, passieren Tisch und Bank und folgen dem Weg weiter, der nun fast südlich führt. Nach gut drei Kilometern haben wir das Ziel erreicht: Die Quellen sind eigentlich Brunnen, aus denen das wertvolle Trinkwasser gepumpt wird.

Wenn wir den Weg weiter gehen, kommen wir nach 600 Metern zum Waldkindergarten und zur Staatsstraße 2082. Der Weg von der Quelle nach Osten führt zum Schloss Aufhausen.

Wir aber gehen den gleichen Weg zurück und genießen den Ausblick auf Itzling und Erding. Nun bleiben wir auf der Teerstraße, die zur Therme führt. Bei der Therme wenden wir uns nach rechts und überqueren bei Baum und Bank den Itzlinger Graben. Wir folgen dem Bächlein, bis uns rechts ein Feldweg geradewegs nach Süden führt. Wir gehen am Rande der Siedlung entlang, bis wir auf den Lärmschutzwall der B 388 stoßen. Hier wenden wir uns wieder nach links und schon bald gibt uns rechts eine Unterführung den Weg zur Lindenallee und nach Bergham frei.

Variante zu weiterer Quelle

Wir bleiben auf dem Feldweg nach Osten bis zur Bundesstraße. Auf dem Fußweg wenden wir uns nach links bis zur Wasserwerkskreuzung (Tertiärquelle). Gleich rechts liegt der S-Bahnhof Altenerding. Zurück gehen wir auf dem Fuß- und Radweg die Münchener Straße (St 2080) Richtung Süden entlang bis zur Max-Planck-Straße. In diese biegen wir rechts ein und folgen ihr, bis sie an den Feldern endet. Dort stoßen wir auf die beschriebene Tour.“

Harrers Fazit: „Besonders reizvoll an dem Weg finden wir, dass er ein Stück am Waldrand entlang führt. Der Weg bietet immer wieder schöne Ausblicke nach Itzling und Altenerding. Bänke laden zum Entspannen ein.“

Ausgangspunkt

Der Lindenhain ist ein Naturdenkmal der Stadt. Das Herderhäusl, einst Wohnstätte des Dorfhirten, stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Itzlinger Quellen

Hier wird aus zwei Brunnen Quartärwasser gewonnen. Mit Pumpen wird es aus 50 Meter Tiefe gefördert und direkt ins Trinkwassernetz eingespeist. Das Wasser ist 30 bis 50 Jahre alt und befindet sich gut geschützt unter einer 30 Meter dicken Deckschicht aus Lehm. Der Bereich um die Quellen ist als Schutzgebiet ausgewiesen. Autoverkehr ist daher für die Allgemeinheit verboten. Bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung wird besonders darauf geachtet, dass der Nitrateintrag ins Grundwasser gesenkt wird.

Ardeoquelle

Bei einer Ölbohrung wurde 1983 in 2350 Metern Tiefe die flourid- und schwefelhaltige Quelle entdeckt. Ihr entstammt 65 Grad heißes Thermalwasser.

Am Wasserwerk

Aus 160 Metern Tiefe wird nahe der Wasserwerkskreuzung in Altenerding Tertiärwasser gefördert. Vor 10 000 Jahren sickerte das Regenwasser durch mächtige Schichten aus Sanden und Ton, dabei verlor es an Sauerstoff. Deshalb muss es am Wasserwerk zuerst aufbereitet werden.

Die einfache Wanderung

ist abwechslungsreich, teilweise im Wald und am Waldrand. Anfangs geht es leicht bergauf. Sie ist 9,5 Kilometer lang. Start/Ende: S-Bahnhalt Aufhausen.

von Gabi Zierz

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