Frohen Mutes geht der BI-Vorstand in die nächsten zwei Jahre (v. l.): Vorsitzender Winfried Busch, Revisor Jürgen Beil, Wahlhelfer Rainer Mehringer, 2. Vorsitzender Benedikt Hoigt, Beisitzer Hartmut Witting, Revisorin Ute Lippenberger, Beisitzer Jürgen Borgs, 4. Vorsitzende Helene Barth, Schriftführer Stefan Seidl, Kassier Karlheinz Ismair,3. Vorsitzender Robert Thalmeier und OB Max Gotz, der als Wahlleiter fungierte. foto: hnerkner

Bürgerinitiative Bahntunnel Erding

Ringschluss: Warten auf genaue Planung

Erding – Die Bürgerinitiative Bahntunnel ist fast am Ziel, die Untertunnelung Erdings beim Bau des S-Bahn-Ringschlusses ab dem Stadtpark Richtung Norden beschlossene Sache. Dennoch bleiben die Ehrenamtlichen um ihren Vorsitzenden Winfried Busch wachsam.

Zufriedenheit prägte die Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative (BI) Bahntunnel Erding. Sie hatte sich vor acht Jahren gegründet, um zu verhindern, dass der S-Bahn-Ringschluss zum Flughafen auf einer oberirdischen Trasse durch Erding verläuft. Das ist ihr geglückt. In der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Erdinger Weißbräu zollten sich BI-Vorsitzender Winfried Busch und Oberbürgermeister Max Gotz gegenseitig Respekt und Anerkennung, lobten das faire Miteinander, das zu dieser für Erding positiven Lösung geführt habe.

„Ich danke allen Bürgern und Stadträten, die über die Parteigrenzen hinweg an einem Strang gezogen haben“, sagte Gotz: „Wir haben für eine ganze Reihe von Schwierigkeiten Lösungen gefunden.“ Aktuell gebe es noch Verhandlungen, „mehr möchte ich nicht sagen“, bat der OB um Verständnis. In den kommenden Monaten rechnet er mit den detaillierten Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren. Dieses betrifft das Teilstück des Ringschlusses durch Erding, vom Stadtpark bis zur nördlichen Stadtgrenze.

Wir berichtet, ist geplant, die S-Bahn im Stadtpark in einem Tunnel beziehungsweise Trog verschwinden zu lassen. Der Bahnübergang Haager Straße wird aufgelöst, das heutige Bahnhofsareal für Wohn- und Gewerbebebauung frei. Im Fliegerhorst entsteht ein neuer (Tief-)Bahnhof. Von dort geht es unterirdisch weiter. Erst nach Kehr kommen die Gleise wieder an die Oberfläche.

Gotz betonte in der BI-Versammlung noch einmal, wie wichtig der Ringschluss sei: „Er ist die richtige ökologische Antwort auf die Verkehrsthemen unserer Zeit. Schließlich sind wir der jungen Generation verpflichtet.“ Der Leidensdruck der Bürger sei groß. Die Belastung durch den Individualverkehr steige stetig, wie Zählungen der Stadt belegten, so Gotz: „Allein Am Gries sind es 1200 Kraftfahrzeuge stündlich. Da wissen wir, was los ist.“

Schlüsselerlebnis für Stadt und BI war die Großkundgebung 2015 am Bahnübergang Haager Straße mit 350 Demonstranten. Busch erinnerte auch daran, dass der Durchbruch durch die Einigung der Stadträte auf Vermittlung der BI erzielt worden sei. „Es war viel Arbeit und es gab oft kontroverse Diskussionen. Es ist aber gut, dass sie geführt werden“, sagte Busch. Bei aller Zufriedenheit rief er die Bürger weiter zur Mithilfe auf. „Wir sind auf Ihren Rückhalt angewiesen, solange das Planfeststellungsverfahren nicht eingeleitet ist. Jetzt darf uns zum Schluss nicht der Atem ausgehen.“

Während der Ringschluss-Abschnitt ab dem Stadtpark in trockenen Tüchern ist, stehen die Bahnübergange Park- und Bahnhofstraße in Altenerding auf dem Wartegleis. Dieser Bereich liege außerhalb des gerade erarbeiteten Planungsabschnittes, so Busch. „Der Teil wird erst interessant, wenn der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf realisiert ist.“ Dem pflichtete Gotz bei. Deshalb sei es auch so wichtig gewesen, die Ringschluss- von den Regionalbahn-Planungen zu trennen. „So lange die Bahnstrecke München-Mühldorf nicht elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut ist, kann von der Walpertskirchener Spange keine Rede sein“, so der OB.

Bei den Neuwahlen gab es wenig Änderungen. Busch bleibt auch im neunten Jahr Chef der BI, die aktuell 178 Mitglieder hat. Ihn vertreten Benedikt Hoigt, Robert Thalmeier und Helene Barth. Kassier bleibt Karlheinz Ismair. Beisitzer sind Jürgen Borgs, Martin Neumaier, Hartmut Witting und Heike Langwieser, Revisoren Ute Lippenberger und Jürgen Beil. Mit großem Applaus verabschiedet wurde Schriftführer Willi Hahn, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte. Sein Nachfolger ist Stefan Seidl.

Gabi Zierz

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