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Kuratorium mit Seelsorger: Für die nächsten fünf Jahre ist Pfarrer Martin Garmaier 2. Vorsitzender. Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab ist gesetzt. Neuer Vorsitzender ist Josef Erhard (v. l.).

Caritas

Soziales Engagement, das Geld kostet

Erding – Ohne Ehrenamt geht’s nicht: Darauf wies Caritas-Geschäftsführerin Barbara Gaab in der Mitgliederversammlung hin. 270 Ehrenamtliche engagieren sich im Landkreis für den kirchlichen Sozialverband.

 Wie wichtig das Ehrenamt für die Caritas ist, betonte Kreisgeschäftsfüherin Barbara Gaab in der Mitgliederversammlung. 270 Bürger engagieren sich derzeit ehrenamtlich, dazu kommen 192 hauptamtliche Kräfte sowie zehn Männer und Frauen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr machen oder im Bundesfreiwilligendienst tätig sind. „Da kommen wirklich Menschen, die Interesse daran haben, anderen Menschen zu helfen,“ sagte Gaab.

All diese Mitarbeiter kümmern sich um die inzwischen 5800 Nutzer der verschiedenen Caritas-Angebote im Landkreis. Dazu gehören unter anderem die Schuldnerberatung, die Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung, die soziale Beratung oder die Flüchtlingshilfe. Vorgestellt wurden Angebote wie das Werkstattcafé Plus in Taufkirchen, die Wohnungspaten und die Ferienbetreuung für Grundschüler.

Stolz ist Gaab auf die erneute Bestnote für die Caritas-Sozialstation und den zweiten Platz beim Bayerischen Demenzpreis. Wichtig sind ihr die Themen Armut und Wohnungsnot, gegen die man seit Jahren kämpfe.

Im neu gewählten Kuratorium gab es keine großen Veränderungen. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Förderung der Zusammenarbeit mit den Pfarreien, zudem beschließt er den Haushalt und hilft bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitgliedern. Neuer Vorsitzender ist Josef Erhard. Er hatte im vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden des früheren Stadtpfarrers Reinhold Föckersperger die Leitung bereits kommissarisch übernommen. Zu seinem Stellvertreter ist Pfarrer Martin Garmaier gewählt worden. Beisitzer sind Martha Herrmannsdorfer aus Eicherloh, Pfarrer Jacek Jamiolkowski aus Steinkirchen und Diakon Thomas Zaminer (Pfarrverband Moosinning/neu). Feste Mitglieder sind Margit Junker-Sturm und Gaab.

Am 1. Dezember soll auch der Krisendienst der Caritas starten. Unter einer Notrufnummer können Fachleute erreicht werden, die Landkreisbürgern bei akuten psychischen Problemen helfen.

All diese Angebote kosten Geld. In erster Linie finanziert sich die Caritas über Zuschüsse und so genannte Leistungserträge (Pflegeleistungen, Beiträge oder Betreuungsgelder). Auch auf Einnahmen aus Mitgliedsbeträgen und Spenden sei man angewiesen, sagte Gaab. Defizite, die Jahr für Jahr auftreten, werden aus Eigenmitteln ausgeglichen – also von der Diözese getragen. Im vergangenen Jahr waren dies gut 325 000 Euro.

Heuer rechnet Gaab mit rund 500 000 Euro – vor allem wegen der deutlich höheren Personalkosten (gesamt: 5,65 Millionen Euro) und einem Spendenrückgang. Auch für das kommende Jahr geht das Kuratorium von einem Minus in Höhe von rund 560 000 Euro aus.

Franziska Huber

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