Innenstadt

Weihnachtsbeleuchtung: Ardeo steigt aus, Stadt springt ein

Erding – Seit Jahren zahlt die Händler-Interessengemeinschaft Ardeo bei der Weihnachtsbeleuchtung in der Erdinger Innenstadt drauf. Sie trägt nämlich das Defizit, das regelmäßig entsteht. Damit ist jetzt Schluss.

Zwar beteiligen sich Hauseigentümer und Geschäftsleute auf freiwilliger Basis an den Kosten von rund 15 000 Euro. Tatsächlich überweisen aber die wenigsten die Beträge. Nun sah sich Oberbürgermeister Max Gotz gezwungen, eine dringliche Anordnung zu erlassen. Nachdem Ardeo mitgeteilt hatte, heuer nicht für die Weihnachtsbeleuchtung aufzukommen, springt die Stadt ein. „Für mich ist es nicht vorstellbar, dass die Stadt unbeleuchtet bleibt“, nannte Gotz als Grund dafür. Man habe den Auftrag fürs Auf- und Abhängen bereits den Stadtwerken erteilt, sagte er am Dienstagabend im Stadtrat. Das Kommunalunternehmen übernimmt diese Aufgabe seit Jahren und wird dafür bezahlt.

Ardeo-Chef Dieter Gerlspeck erklärte gestern dazu, dass sich jedes Jahr ein Defizit ergeben habe, weil sich Zahlungseingang und Kosten für die Beleuchtung nicht deckten. „Ardeo hat das bislang mit Vereinsbeiträgen ausgeglichen, aber das ist nicht unsere Aufgabe. Wir müssen selbst sehen, dass wir Veranstaltungen wie die Eiszeit mit unseren Geldern decken“.

Heuer habe Ardeo die Stadt gebeten, einzuspringen. Man stehe aber Gesprächen offen gegenüber, um eine zukunftsfähige Lösung zu finden. Gerlspeck betonte, dass sich Geschäfte und Hauseigentümer in der Innenstadt, die Mieteinnahmen haben, durchaus anteilig an den Kosten beteiligen sollten. Er appellierte an sie, die Zahlungen fleißiger laufen zu lassen.

Dieter Gerlspeck kündigt Rückzug an

Gleichzeitig ließ Gerlspeck durchblicken, dass er bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung steht. „Nach 17 Jahren im Ehrenamt ist es gut“, sagte er. Auch sein Vize Thomas Albrecht wird wohl nicht mehr antreten. Die Jahreshauptversammlung kündigte Gerlspeck für Anfang 2017 an. Eigentlich hätte sie heuer stattfinden sollen, war aber wegen der Debatte um die vier verkaufsoffenen Sonntagen verschoben worden. „Wir würden uns wünschen, dass sich ein engagiertes und kompetentes Vorstandsteam findet“, sagte Gerlspeck.

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