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Tot im Bad: Hat Arzt seine Frau ermordet?

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Der Tatort in Erding. © Herkner

Erding - Im Erdinger Ortsteil Pretzen hat sich ein Familiendrama ereignet. Ein 54 Jahre alter Arzt soll seine sechs Jahre ältere Gattin getötet haben. Der Mann sitzt in U-Haft.

Die Bluttat ereignete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Landshut und des Polizeipräsidiums Ingolstadt bereits am Mittwoch. Kurz nach 19 Uhr, so Präsidiumssprecher Hans-Peter Kammerer am Freitagabend, bat der Gynäkologe, der in der Siedlung Am Hochrainacker in Pretzen wohnt, seinen Nachbar, den Rettungsdienst zu verständigen. Seine Gattin liege leblos im Bad des Reihenhauses.

Nur Minuten später traf ein Rettungswagen des Erdinger BRK ein. Den Einsatzkräften kamen Patientin und Auffindesituation sehr merkwürdig vor, denn der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Routinemäßig wurde die Kripo Erding hinzugezogen. Die Beamten nahmen sofort die Ermittlungen auf. Diese führten rasch auf die Spur des Ehemanns. „Aufgrund des Ergebnisses der angeordneten Obduktion und der bisherigen Ermittlungsergebnisse besteht gegen den Beschuldigten der Verdacht, dass er seine Frau getötet hat“, berichtet Kammerer. Laut Obduktionsbericht starb die Frau nach einer „stumpfen Gewalteinwirkung auf Körper und Hals“. Das heißt, die 60-Jährige ist entweder erschlagen oder erstickt worden.

Der 54-Jährige hat sich bislang nicht geäußert

Am Donnerstag wurde der Frauenarzt, der in Erding eine Praxis hat, festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl, der Arzt befindet sich in Untersuchungshaft. Der 54-Jährige hat sich bislang nicht zu dem Verbrechen geäußert. Daher wird bislang nur wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. Von Mord kann erst dann die Rede sein, wenn dem mutmaßlichen Täter Heimtücke nachgewiesen werden kann. Das heißt: Die Kriminaler müssen weiter fahnden.

Vor allem geht es um die Frage, warum die 60-Jährige sterben musste. Möglich sind familiäre Probleme. Hierzu liegen noch keinerlei Anzeichen vor. Bis Freitagabend waren die Ermittler noch in dem Reihenhaus beschäftigt, um Spuren zu sichern. In einem nächsten Schritt wird das persönliche Umfeld von Tatverdächtigem und Opfer durchleuchtet. Nach Kenntnisstand unserer Zeitung war die Gattin nicht in der Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe beschäftigt.

Es ist das erste Tötungsdelikt seit der grausamen Ermordung des Notzinger Ehepaars Franz und Heidi Roth am 30. März durch den Ex-Freund der Tochter, den damals 18 Jahre alten Christoph W. aus Freising. Er hatte die Trennung von der Tochter des Hauses, Conny R., nicht verwunden. Die Auszubildende war damals 17 Jahre alt.

Hans Moritz

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