In Altenerding ausgesetzt

Fahndungsaufruf: Wo ist die Mutter von Findelkind Simon?

Altenerding - Eine Woche, nachdem in Altenerding ein Säugling gefunden worden war, fehlt von den Eltern nach wie vor jede Spur. Die Kripo geht noch einmal an die Öffentlichkeit.

Die gute Nachricht vorweg: Simon, dem Findelkind aus Altenerding, geht es gut. Der Bub, der vermutlich am Montag vergangener Woche heimlich zur Welt gebracht und dann ausgesetzt worden ist, befindet sich zur Betreuung seit einer Woche in der Landshuter Kinderklinik. Das Jugendamt in Erding hat mittlerweile einen Vormund bestimmt, der die Interessen des Buben vertritt.

Die schlechte Nachricht: Von der Mutter beziehungsweise den Eltern fehlt nach wie vor jede Spur – trotz intensiver Fahndung in Radio, TV, Zeitungen und Internet. Dies berichtet Stefan Kühnel von der Erdinger Kripo auf Anfrage unserer Zeitung. Die Fahnder halten es für sehr wahrscheinlich, dass die Frau mitbekommen hat und verfolgt, wie die Behörden versuchen, Simons Eltern zu finden.

Laut Kühnel haben sich „maximal zehn Personen“ an die Kripo gewandt. „Es war leider nichts Verwertbares dabei“, bedauert der Hauptkommissar. Es habe zwar einen Hinweis auf deine Schwangere gegeben. Diese habe mit dem Findelkind aber nichts zu tun.

Der DNA-Abgleich steht noch aus. Der genetische Code bringt die Kriminaler auch nur dann weiter, wenn die Mutter in der Datenbank gelistet ist, sprich wenn sie wegen einer Straftat schon einmal erkennungsdienstlich behandelt worden ist.

Um voranzukommen, erneuert die Kripo Erding ihren Fahndungsaufruf. Das K1 möchte wissen, ob Zeugen eine Frau aufgefallen ist, die bis vor kurzem schwanger war, das nicht mehr ist, aber auch kein Baby hat. Zudem werden Frauen gesucht, die sich auffällig gekleidet haben, um möglicherweise eine Schwangerschaft zu vertuschen.

Wie es mit dem kleinen Simon weitergeht, ist unklar. Von der Klinik kommt der Bub in eine sorgfältig vom Erdinger Jugendamt ausgewählte Pflegefamilie. Ob er eines Tages zur Adoption freigegeben werden kann, ist eine juristisch knifflige Frage. Denn an sich müssen die leiblichen Eltern dazu die Erlaubnis geben. Danach können sie das Kind auch nicht wieder zurückfordern.

Ein Detail in dem Fall gibt zu denken: Der Wäschekorb mit grünem Laken und dem Zettel mit dem handschriftlichen Vermerk „Simon, München, 6.6.16, 37. SSW“ wurde von Hotelierin Martina Schubert auf einer Gartenbank vor ihrem Hotel Glaskuppel an der Otto-Hahn-Straße gefunden. Dieser Platz erfordert an sich Ortskenntnis, zumal leichter anzusteuernde Adressen wie Lidl und McDonald’s nur ein paar Meter entfernt liegen. Zu Spekulationen, dass das Findelkind doch nicht aus München, sondern aus Erding beziehungsweise aus der näheren Umgebung stammen könnte, wollte sich die Polizei nicht äußern.

Hinweise

auf die Mutter beziehungsweise die Eltern, sowie auf Auffälligkeiten im Umkreis des Fundortes erbittet die Kripo Erding unter Tel. (08122) 9680.

Rubriklistenbild: © Julia Adam

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