BayernWLAN

Knappe Mehrheit: Gemeinde Finsing lehnt Hotspots ab

Finsing – Frei zugängliche Hotspots, also öffentliche Internetzugriffspunkte, wird es in der Gemeinde Finsing nicht geben. Das hat der Gemeinderat knapp mit 7:6 Stimmen entschieden.

Die Einrichtung von zwei Hotspots auf dem Gemeindegebiet hätte der Freistaat Bayern im Rahmen des Projekts BayernWLAN bezahlt. Für den Betrieb wäre die Gemeinde verantwortlich gewesen. Für Bürgermeister Max Kressirer (WGE) eine gute Gelegenheit, den Rathausplatz mit frei zugänglichem WLAN auszustatten. „Damit wäre es uns möglich, den Rathausplatz bis zum Pflegeheim und zum Netto-Gelände mit Internet zu versorgen, also die gesamte Neufinsinger Ortsmitte“, betonte er in der Sitzung. „Sogar im Biergarten hätte man dann einen guten Internetzugang.“ Zudem könne die Gemeinde einen weiteren Hotspot selbst bezahlen und so insgesamt drei Standorte schaffen: am Rathausplatz in Neufinsing sowie vor den Bürgerhäusern Eicherloh und Finsing.

Auf Begeisterung stieß er bei den meisten anwesenden Gemeinderäten damit jedoch nicht. „Es ist doch auch mal ganz schön, wenn nicht immer jeder nur in sein Handy starrt“, begründete beispielsweise Ludwig Lex (FWF) seine Gegenstimme und ergänzte: „Wenn die Netto-Betreiber wollen, dass die Kunden beim Einkaufen Internet haben, dann sollen sie den Hotspot selbst einrichten. Außerdem hat jeder einen privaten Internetanschluss.“

Einen weiteren negativen Aspekt sah Franz Keimeleder (CSU). Er befürchtete, unerwünschte Gruppen an den Rathausplatz zu locken. „Sobald es dort frei zugängliches Internet gibt, wird es auch Leute geben, die tagtäglich an diesen Orten herumhängen.“

Deutlich positiver sieht die dritte Bürgermeisterin Gertrud Eichinger (SPD) die Internetzugänge. „Wir haben doch auch schon über den Freifunk nachgedacht, aber damit könnten wir kein so großes Gebiet versorgen so gut versorgen wie mit diesen Hotspots“, betonte sie den Vorteil des Projekts. Umstimmen konnte sie ihre Ratskollegen damit jedoch nicht.  

ja

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