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Kaum sprudelte der Springbrunnen von Maxlruh wieder, war er für die Kinder ein begehrter Anziehungspunkt – da hatte Landrat Martin Bayerstorfer (l.) sein Grußwort noch nicht einmal vollendet.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh

Wasser marsch im Eicherloher Park

Eicherloh - In mühevoller Kleinarbeit haben die Aktiven des des Kulturvereins Jagdhaus Maxlruh den gut 120 Jahre alten Brunnen freigelegt und restauriert. Jetzt sprudelt er wieder.

Geselliges Springbrunnenfest: In rund 600 Arbeitsstunden legten die Aktiven des Kulturvereins Jagdhaus Maxlruh den über 120 Jahre alten, im Boden fast versunkenen Brunnen frei und restaurierten die ebenso schlichte wie elegante Anlage. Die feierliche Brunneneinweihung fand am Sonntagvormittag mit rund 200 Gästen im Eicherloher Park statt.

Der Verein hatte das Fest mit Liebe zum Detail, Infotafeln zur Entstehungsgeschichte und prächtigem Blumenschmuck gestaltet. Flugs waren vom Helferteam drei luftige Zelte und eine Bühne für die Jazzband Tenor Steps aufgestellt worden. Ihr Repertoire hatte die Combo auf den Anlass abgestimmt. So erklang zum Auftakt eine swingende Version von „Am Brunnen vor dem Tore“. In der Segnung ging Dekan Michael Bayer auf die Magie des Wassers ein. Zudem hatte der Geistliche eine ergänzende Anregung: „Mir ist ja schon was eingefallen, was man machen könnte – ein Osterbrunnen wäre schön.“

Man sei überrascht gewesen, wie „toll die Schale in Schuss war“, erzählte Bürgermeister und Kulturvereinsvorsitzender Max Kressirer, der einen historischen Abriss gab. So sei der Brunnen früher mit einem Windrad betrieben worden. Der Wasserspeicher habe sich im Dachgeschoss des benachbarten Wirtschaftsgebäudes befunden, um das nötige Gefälle herzustellen. „Es gab auch einen Almbrunnen“, erzählte Kressirer.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh: Bilder vom Brunnenfest

Schließlich hatte Ende des 19. Jahrhunderts der Münchner Papiergroßhändler und Jagdherr Max Bullinger die Landschaft rund ums Jagdhaus in einen hügeligen Park verwandelt, der an ein Bergidyll im Miniaturformat erinnerte. Auf dem Gelände gab es eine Almhütte, eine Schlucht, eine Hängebrücke und den so genannten Paulinensee. Der kleine Weiher trug den Namen seiner Tochter.

Brauchtumspfleger Max Lehmer ging auf die Faszination des Wassers als unverzichtbares Lebenselixier, biologischen Baustein und symbolträchtiges Element ein. „Beim Eintreffen der Gäste ist der Brunnen aufgedreht worden“, erzählte Lehmer über das Begrüßungsritual in Maxlruh und wünschte sich, dass sich jetzt wieder viele am Springbrunnen erfreuen sollen. Und kaum sprudelte die Fontäne, war der Brunnen begehrter Anziehungspunkt – vor allem für die Kinder.

Vroni Vogel

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