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Beim Stammtisch kann man sich am Flughafen München jetzt die Wartezeit

Neue Abfertigungshalle am Flughafen München

"Satellit" am Flughafen eröffnet: Kommt jetzt dritte Startbahn?

München - Das neue Satelliten-Terminal am Flughafen ist eröffnet, für elf Millionen Passagiere mehr im Jahr. Kommt jetzt die dritte Startbahn? Beim Festakt klang es so.

So schick ist das neue Satelliten-Terminal am Flughafen

Das Terminal 2 am Münchner Flughafen kam in den vergangenen Jahren an seine Grenzen - ausgelegt ist es für maximal 25 Millionen Passagiere im Jahr. Ein weiterer Ausbau der Infrastruktur war laut Flughafen München nötig. Und jetzt ist es soweit: Das größte Bauprojekt der Region wird am Freitag offiziell eingeweiht.

Elf Millionen zusätzliche Passagiere im Jahr können mit dem Satellit abgefertigt werden. „Der Flughafen München setzt damit erneut Maßstäbe“, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft FMG ist, beim Festakt mit 1900 geladenen Gästen. Die Kapazität des neuen „Satelliten“ allein entspreche dem Gesamtverkehrsaufkommen eines mittleren deutschen Flughafens. „Er ist für Bayern ein entscheidender Mobilitäts- und Standortvorteil, um den uns andere deutsche und europäische Regionen beneiden.“

Satellit am Flughafen München: Am Dienstag startet der erste Flieger

Am kommenden Dienstag wird der erste Flieger am neuen Satellit andocken, um 5.30 Uhr in der Früh. Insgesamt zählte der Airport zuletzt mehr als 40 Millionen Fluggäste im Jahr. Der Satellit gehört zum Terminal 2 und wird von der Flughafen München GmbH (FMG) und der Lufthansa gemeinsam finanziert. Grund für den 900 Millionen Euro teuren Neubau waren laut Betreibern Engpässe. Das Terminal 2 lag demnach seit Jahren über seiner Auslastungsgrenze von 25 Millionen Fluggästen. Der Neubau soll besonders Münchens Position als Drehkreuz stärken. Und in den neuen Lounges werden die Top-Passagiere so richtig verwöhnt.

Neuer Satellit am Flughafen: 27 Flugzeuge können andocken

Flughafenchef Michael Kerkloh und der Vorstandschef der Lufthansa, Carsten Spohr, hoben den Qualitätsgewinn hervor. „Wir werden unsere hohe Service- und Aufenthaltsqualität mit dem Satelliten nicht nur behaupten, sondern sogar noch einmal steigern“, sagte Kerkloh und verwies etwa auf die 27 Positionen, an denen Flugzeuge am Gebäude andocken können, „so dass Busfahrten zu den Maschinen weitgehend überflüssig werden“. Spohr sagte: „Unsere Investition in Premium-Qualität ist ein sichtbares Zeichen für die Fortsetzung unserer Erfolgsgeschichte am Standort München.“

Neuer Satellit am Flughafen: Kommt jetzt die dritte Startbahn?

Flughafengegner sahen den Ausbau besonders vor der Debatte um die Pläne zum Bau der heftig umstrittenen dritten Startbahn mit Skepsis. Befürchtungen, das neue Gebäude könne hier Weichen stellen, hatte der Flughafen stets zurückgewiesen. Beide Projekte stünden völlig unabhängig voneinander. Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, machte aber bei der Eröffnung deutlich: „Der weitere Ausbau im Hinblick auf eine dritte Startbahn, für die bereits Baurecht besteht, liegt im übergeordneten, verkehrlichen Interesse des Bundes.“

Was die Eröffnung den neuen Satellits für die Lufthansa bedeutet, erläuterte Lufthansa-Chef Thomas Klühr im Merkur-Interview.

dpa/mm/tz

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