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Die Droge Kath ist in den Koffern des Niederländers kaum zu übersehen. Außerdem hatte er zwei Haftbefehle im Gepäck.

International gesuchter Drogenschmuggler

35 Kilo Kath und zwei Haftbefehle im Gepäck

München - Für einen 47-Jährigen hat seine Reise von Uganda nach Frankfurt in München im Gefängnis geendet. Er war geschäftlich unterwegs - 35 Kilogramm Kath-Blätter hatte er im Koffer. Er wurde bereits wegen Drogendelikten gesucht.

Er war anscheinend dick im Drogengeschäft und wieder mal geschäftlich unterwegs, aus Uganda nach Frankfurt. Ein 47-Jähriger mit niederländischer Staatsangehörigkeit hat am Sonntag fast 35 Kilogramm der Droge Kath in seinem Gepäck transportiert, so die Polizei. Am Flughafen München endete seine Reise im Gefängnis. Münchner Bundespolizisten zogen den 47-Jährigen bei seiner Ankunft aus Kairo aus dem Verkehr. 

Der gebürtige Somalier fiel Bundespolizisten bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle auf, weil er mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Zum einen suchte die Justiz in der britischen Regierungshauptstadt London nach dem 47-Jährigen, zum anderen die Justiz der hessischen Landeshauptstadt Frankfurt am Main. Aufgrund dieser Fahndungsnotizen nahmen die Bundesbeamten am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt den Gesuchten fest und mit zur Wache. 

Hier sollten sie neben den beiden Haftbefehlen noch mehr Polizeirelevantes zu Tage fördern. Der Festgenommene war offensichtlich unbelehrbar. Seine beiden Reisekoffer waren nämlich voll mit Kath-Blättern, eine Alltagsdroge im Jemen, Äthiopien, Somalia und Kenia. Insgesamt 34,5 Kilo sollten die hinzugerufenen Zöllner später wiegen.

In England warten 14 Jahre Haft

Ein Londoner Richter hatte gegen den Holländer im September letzten Jahres einen Haftbefehl ausgestellt, die zugehörige Staatsanwaltschaft damit international nach ihm gesucht. Die britische Justiz wirft dem Mann insgesamt drei Fälle von Kath-Schmuggel vor. Dafür erwarten den Verdächtigen in England bis zu 14 Jahre Haft. 

Die Frankfurter Justiz suchte ebenfalls seit 2015 nach dem 47-Jährigen. Auch die Hessen werfen dem afrikanischen Holländer Schmuggel von Kath vor. Offenbar war er am Frankfurter Flughafen mit 58 Kilogramm der Droge erwischt worden. 

Am Flughafen München wurde gerecht geteilt: Die Bundespolizisten kümmerten sich um die Haftbefehle, die Zöllner um die Drogen. Die Bundespolizisten brachten den Festgenommenen auf Entscheidung des Erdinger Haftrichters in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

Aber damit hatte sich die Sache noch nicht erledigt. Auch seine Reise am Sonntag wird für den gebürtigen Somali ein richterliches Nachspiel haben. Die Münchner Zöllner zeigten den gebürtigen Afrikaner an.

scw

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