Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar zum Ausbau des Terminal 1

Tor zur dritten Bahn aufgestoßen

Der Flughafen München wird erneut massiv ausgebaut - nach dem Satelliten am Terminal 2 nun im Bereich des Terminals 1. Auch die Stadt München ist dafür. Das beißt sich mit dem Nein der Landeshauptstadt München. Denn die Projekte sind untrennbar miteinander verbunden, meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar.

Binnen sechs Jahren erweitert der Flughafen München seine Kapazitäten um 17 Millionen Passagiere. Der Satellit vor dem Terminal 2 hat 900 Millionen Euro gekostet, für die Terminal 1-Erweiterung sind 400 Millionen Euro kalkuliert. Deutlicher könnte das Signal nicht sein, dass ein Ende des Wachstums im internationalen Luftverkehr nicht in Sicht ist.

Die Landeshauptstadt hat ihr Okay gegeben. Damit erkennt der kleinste der drei Gesellschafter an, dass der Flughafen weiter entwickelt werden muss. Wer die Infrastruktur von Deutschlands zweitgrößtem Flughafen derart intensiv vorantreibt, muss auch die Antwort auf die Frage geben, wie die eine bis zwei Millionen Passagiere, die jedes Jahr neu hinzukommen, möglichst rasch und ohne Verspätung starten und landen können. Engpässe gibt es heute schon.

Mit seinem Ja zum neuen Terminal 1 hat neben Bund und Freistaat auch München die Tür zur dritten Startbahn weiter aufgestoßen. Das beißt sich mit dem Bekenntnis zum Bürgerentscheid vom Juni 2012 und damit zum Nein gegen den Ausbau. Immer wieder heißt es, der Bedarf sei nicht vorhanden. Nicht zuletzt mit dem deutlich größeren Terminal 1 wird er geschaffen.

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