Gemeinderat Forstern

Hotspots für Ortsmitte und Asylcontainer

Forstern – Im Rahmen der Initiative Bayern WLAN will Forstern zwei Hotspots einrichten – am Asylcontainer und in der Ortsmitte.

Die Einrichtung von kostenlosen Hotspots über die Initiative Bayern WLAN spaltet derzeit die Gemeinderäte im Landkreis. In Forstern waren sich die Ratsmitglieder zumindest fast einig. Bei einer Gegenstimme von Franz-Josef Obermaier (AWG) wurde beschlossen, das Programm des Freistaats zu nutzen.

Zu den laufenden Kosten erklärte Rathausmitarbeiterin Gerlinde Wimmer, dass pro Monat ein Innen-Zugangspunkt („Indoor Access Point“) 23 Euro kostet, ein Außen-Punkt („Outdoor Access Point“) 30 Euro und beides kombiniert 49 Euro.

Am liebsten würde die Gemeinde die beiden Hotspots, die der Freistaat bekanntermaßen mit maximal 2500 Euro pro Standort bezuschusst, an der Containeranlage der Asylbewerber Am Steinfeld und in der Ortsmitte einrichten. Zunächst allerdings muss in einer Ortsbegehung zunächst geklärt werden, ob sich diese Orte eignen, wie stark das Signal dort ist und wie weit es reicht.

Beim Standort an den Containern war sich das Gros der Gemeinderäte schnell einig. „Es wäre praktisch dort, damit die Flüchtlinge Kontakt zur Heimat halten können“, sagte Bürgermeister Georg Els (AWG). „Sie sollen nicht das Gefühl haben, abgeschottet zu sein.“ In seinen Augen wäre ein weiterer Standort dort ideal und sinnvoll, wo sich viele Jugendliche aufhalten – etwa am Sportareal. Hier war Herbert Berger (AWG) skeptisch. „Gerade da sollen sie doch laufen und nicht ständig aufs Smartphone starren“, meinte er.

Annett Taubert (CSU) brachte das Freigelände der Schule ins Spiel. Doch um gerade in den Abendstunden dort nicht zusätzlich Menschen anzuziehen, schlug Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen) vor, den freien Internetzugang zeitlich zu begrenzen.

Für Rainer Streu (AWG) wäre die neue Ortsmitte ideal – wenn sie denn schon fertig wäre. Hier könne man sich auch mal hinsetzen und im Netz recherchieren. „Das gehört in die Mitte“, fand auch Simona Loupal (SPD/Die Grünen). „Wenn’s der Renner ist, können wir immer noch auf eigene Kosten weitere Hotspots einrichten“, sagte Els. Er hatte eine klare Meinung: „Es wäre kurzsichtig, dieses Angebot nicht zu nutzen, denn das Internet ist die Zukunft.“ Anders sah es Sebastian Klinger (CSU). Heutzutage hätte ohnehin fast jeder eine Flatrate, sagte er. „Forstern braucht das vielleicht nicht.“

Nun soll geprüft werden, ob Container und Dorfzentrum mit Standort Rathaus geeignet für Hotspots sind. Außerdem soll geklärt werden, ob eine zeitliche Steuerung möglich ist.

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