Infoabend am Mittwoch

Seniorenbeirat: Mitstreiter gesucht

Forstern – Die Gemeinde Forstern will neue Wege in der Seniorenpolitik gehen. Dafür soll ein Seniorenbeirat gegründet werden.

Nicht nur auf die Jugend schauen, sondern auch die Senioren nicht vergessen: Das ist ein großes Anliegen für Forsterns Bürgermeister Georg Els und den Gemeinderat. Ein Beispiel für das Engagement für die Generation 60plus ist der geplante neue Supermarkt, der im Gewerbegebiet entstehen soll. Wie berichtet, schwebt Els ein „Markt der Generationen“ vor, in dem es auch Ruhebänke und seniorengerechte Einkaufswagen für die älteren Einkäufer geben soll. Doch die Gemeinde will vor allem in ihrer Kommunalpolitik noch stärker von der Lebenserfahrung und dem Wissen älterer Menschen profitieren – mit einem Seniorenbeirat.

Die Grundsatzentscheidung dafür fiel im Mai dieses Jahres. „Auslöser war das interkommunale Gutachten ,Älterwerden auf dem Lande’“, erklärt Els auf Nachfrage. Im Zuge der Workshops für die Studie der Gemeinden Buch am Buchrain, Pastetten, Forstern und Hohenlinden im Kreis Ebersberg sei die Idee entstanden, einen eigenen Seniorenbeirat zu gründen, der die Gemeinde bei ihren Planungen unterstützt und eigene Ideen einbringt. Vorreiter der vier Kommunen war Hohenlinden, das früh einen Beirat ins Leben gerufen hat.

Nun laden Els, der kommunale Seniorenbeauftragte Sebastian Hohenthanner und der soziale Ansprechpartner Mathias Weigl zu einem Infoabend ein. In einem Schreiben informieren sie vorab alle Forsterner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, über die zukünftigen Aufgaben des Seniorenbeirats. Dazu gehört zum Beispiel, dass er sich aktiv für die Interessen älterer Menschen in Forstern einsetzt und politische Gremien, Gemeindeverwaltung und andere Institutionen auf spezifische Probleme und Wünsche der älteren Mitbürger hinweist. Der Seniorenbeirat ist zudem Ansprechpartner für die älteren Bürger im Gemeindegebiet. Er berät, unterstützt und organisiert bei Bedarf eigene Aktivitäten und führt diese durch. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und arbeiten als unabhängiges Gremium überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig.

Gesucht werden dafür Menschen, die gerne gute Ideen in die Tat umsetzen und sich ehrenamtlich einbringen wollen. Els ist guter Dinge, dass in seiner Gemeinde engagierte Senioren zu finden sind. Er sieht im Hohenlindener Beirat ein großes Vorbild. Wie berichtet, hatte Beiratssprecher Hermann Müller diesen Sommer das Thema der gemeinsam betriebenen Tagespflege angepackt. „Er hat sich ernsthaft reingekniet. So etwas wäre für uns als Gemeinde schon sinnvoll, wenn jemand die Zeit dafür aufbringen kann“, sagt Els. Er sieht in engagierten Seniorenbeiräten auch eine mögliche Entlastung der Gemeindeverwaltung und ist sich sicher: „Davon hätten wir einen Profit.“

Mitglieder, Vorsitzende, Sprecher – wie genau der Beirat aufgebaut sein wird, darüber muss sich der Gemeinderat noch Gedanken machen. In jedem Fall soll er sich selbst verwalten. An einem Infoabend am Mittwoch, 26. Oktober, um 19 Uhr im Forsterner Sportheim haben alle Interessierten die Gelegenheit, über die Aufgaben des Seniorenbeirats zu diskutieren sowie ihre Ideen und Wünsche einzubringen.

Els will zunächst die Resonanz auf diesen Abend abwarten. „Wenn sie positiv ausfällt, können wir eine Gründungsveranstaltung anberaumen“, erklärt der Rathauschef. In einer Seniorenvertretung sieht er „einen weiteren wichtigen Baustein auf dem Weg zur Bürgerkommune“.

von Vroni Macht

Fragen zum Seniorenbeirat

beantwortet Mathias Weigl unter Tel. (01 71) 1 72 33 37 oder per E-Mail an weigl@forstinning.de.

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