Drei Einbrüche in Genossenschaftsbanken

Kripo jagt Serientäter

Isen/Grafing/Zorneding – Handelt es sich bei den Einbrechern, die vor zwei Wochen in die VR-Bank in Isen eingedrungen sind, um Serientäter? Es gibt Parallelen zu Taten in Grafing und Zorneding im Kreis Ebersberg.

Mehrere tausend Euro sind den beiden Tätern in die Hände gefallen, die am 1. Oktober mit brachialer Gewalt in Isen zugeschlagen haben. Das Muster erinnert an zwei Einbrüche, die im April kurz hintereinander im Nachbarlandkreis verübt worden sind.In allen drei Fällen war schweres Gerät eingesetzt worden. Es gibt aber noch mehr Parallelen. Die Polizei vermutet daher einen Zusammenhang zwischen den Verbrechen.

Immer gelangten die Einbrecher über ein Fenster in die Gebäude, und jedes Mal an einem Wochenende. „Jeweils zwei Täter, dieselbe Vorgehensweise, räumliche Nähe“ seien Fakten, die die Prüfung eines Zusammenhangs nahelegen würden, bestätigt deshalb Peter Grießer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord auf Anfrage unserer Zeitung. Das sei allerdings Routine und nichts Besonderes.

Dass es zwei Einbrecher waren, dafür gibt es im Falle des aktuellen Geschehens in Isen sogar eine Augenzeugin. Denn die Unbekannten hatten im Gebäude einen Alarm ausgelöst, in dessen Folge eine Angestellte zum Tatort eilte und entsprechende Beobachtungen machte.

Deswegen liegt eine Täterbeschreibung vor: Es handelt es sich um zwei Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren, schlank, etwa 1,80 Meter groß, dunkel gekleidet und mit Sturmhaube maskiert. Einer der Einbrecher hatte eine Glatze, was von der Zeugin erkannt wurde, als der Täter die Mütze auf der Flucht abnahm.

In allen drei Fällen hatten es die Einbrecher offensichtlich nicht eilig, die sich jeweils mehrere Stunden in den Gebäuden aufhielten. Die Täter drangen in Isen zum Beispiel gegen 23 Uhr in die Bank ein, die sie erst gegen 1.30 Uhr früh wieder verließen. In allen drei Fällen wurden Filialen von Raiffeisenbanken Opfer der Ganoven.

Grießer bestätigte, dass es bei den drei Taten „augenfällige Gemeinsamkeiten“ gebe. „In diese Richtung wird auch ermittelt. Einen sicheren und gerichtsfesten Beweis zu erbringen, ist aber ungleich schwieriger“, sagte der Polizeisprecher. Wie auch in den zwei Fällen im Landkreis Ebersberg war in Isen die ausgelöste Nahbereichsfahndung nicht von Erfolg gekrönt. Nicht ausgeschlossen werden kann, so die Polizei, dass die Täter gestört wurden, die noch einen zweiten Geldautomaten knacken wollten, dann aber lieber verschwanden.

Michael Seeholzer

Hinweise werden unter Tel. (0 81 22) 96 80 erbeten.

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