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Karteln verbindet: Junge und junggebliebene Schafkopfer kämpfen um den begehrten Titel.

Die Heimatzeitung sucht den Schafkopfmeister

Erding - So leicht kommen Kartler nie mehr zu einem Tausender: Den gibt‘s als ersten Preis bei der Erdinger Schafkopfmeisterschaft 2012. Am Sonntag, 2. September, sprechen im Stiftungszelt beim Erdinger Herbstfest die Karten.

Da wird‘s dann wieder heißen: „Da Hund hockt drom“, wenn einer ein Rufspiel mit der Schellensau ankündigt. Eine der schönen Sachen beim Schafkopfen ist ja die ganz eigene Sprache, die dieses urbaierische Kartenspiel mit sich bringt. Ob es um die „Blaue, die ganz Genaue“ geht (FC Bayern-Fans werden ein Rufspiel mit dem Blatt Sau allerdings eher nicht so aufrufen, denn so hieß die alte 60er-Stadionzeitung), oder jemand „de Oide“ sucht (was aber nicht bedeutet, dass er seine Frau vermisst) – für nicht-Schafkopfer heißt es da erst einmal Bahnhof. Sie werden auch erfahren müssen, dass „Lauffade“ nichts mit Rennen zu tun haben und der „Sie“ hier keine höfliche Anrede ist. Natürlich nur, wenn sie sich mit diesem Kartenspiel beschäftigen wollen.

Erdinger Herbstfest: Die besten Bilder von 2011

Erdinger Herbstfest: Die besten Bilder von 2011

Aber das lohnt sich, genauso wie das Mitmachen bei den jeweiligen Schafkopf-Stadtmeisterschaften der Heimatzeitung. Seit vielen Jahren veranstaltet der Erdinger/Dorfener Anzeiger das Erdinger Schafkopfrennen, und das Mitmachen lohnt sich auch heuer wieder.

Um 8.30 Uhr ist am Sonntag, 2. September, Einlass ins Stiftungszelt, Beginn des Turniers ist eine Stunde später. Der Einsatz beträgt pro Spieler 12 Euro (Vorverkauf) und 14 Euro (Tageskasse). Teilnahmekarten gibt es ab sofort in der Geschäftsstelle des Erdinger Anzeiger, Kirchgasse 1.

Die Preise: 1. Preis 1000 Euro, 2. Preis 500 Euro, 3. Preis 250 Euro. Dazu gibt es noch viele schöne Sachpreise. Im Vorjahr sicherte sich Hans-Jürgen Trommer den Titel und den Tausender. Souveräne 77 Punkte erspielte sich der Baierbrunner. Über 500 Kartler hatten sich beim Herbstfest 2011 um den Sieg bemüht. Darunter waren viele Stammgäste, über die sich Organisator Josef Hundegger immer besonders freut. Ob 55 Punkte zum Sieg reichen? Am besten, man spielt einen „Sie“. Allerdings: Den kennt man eh nur aus Erzählungen – so nach vier Halben haben den plötzlich einige schon gehabt. In der Geschichte des Erdinger Turniers gab es dieses Blatt noch nie: Vier Ober, vier Unter. Dann ist man im Schafkopf- Himmel. Aber eher gewinnt man beim Merkur-Rennen den Tausender.

Michael Luxenburger

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