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Helferkreis für Moosinnings Asylbewerber

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Verständigung beim Grillen: Die Country Gringos haben die Asylbewerber zu einem Fest eingeladen.  Foto: FKN
Verständigung beim Grillen: Die Country Gringos haben die Asylbewerber zu einem Fest eingeladen. Foto: FKN

Moosinning - 19 junge Flüchtlinge leben seit kurzem in Moos-inning. Nächste Woche tritt ein Helferkreis zusammen. Schon jetzt kümmern sich die Vereine um die Männer.

Angekündigt waren 17 Asylbewerber, jetzt sind es 19, die in einem Privathaus am Auweg in Moos-inning leben. Die Flüchtlinge, allesamt Männer, kommen aus Nigeria, Mali, Eritrea und Senegal. „Auf die Zuteilung haben wir keinen Einfluss“, erklärte Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) in der Gemeinderatssitzung.

Sie berichtete zudem, dass sie dem Landratsamt einige Grundstücke gemeldet habe, die für Container in Frage kämen. Ein mögliches Areal liegt am Freizeitgelände in der Nähe des Rewe-Marktes. Da wäre die Versorgung gewährleistet, die Vereine seien vor Ort, die Leute könnten sich integrieren. Kruppa forderte, dass Baurecht bei Wohncontainern und Ansprüche an die Standorte etwas gelockert werden: „Wir haben eben keine Grundstücke im Innenbereich, die wir direkt bebauen können.“

Eigene, geeignete Liegenschaften hat die Gemeinde ebenfalls nicht. Sie will jetzt jedoch möglicherweise leerstehende Häuser überprüfen. Notunterkünfte, wie etwa der Eichenrieder Bürgersaal, sollen nur im äußersten Notfall entstehen, sagte Kruppa.

Helmut Scherzl (BE) wies darauf hin, dass sich die Gemeinde um eine Haftpflichtversicherung für die Flüchtlinge kümmern sollte. Laut Kruppa werden das die Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt erledigen. Ein Helferkreis soll die Asylbewerber zudem unterstützen. Hierzu stellte Kruppa klar: „Sie sind nicht hilflos, sondern hilfsbedürftig.“ Sehr viele Bürger hätten ihre Unterstützung schon angeboten, nächste Woche soll der Kreis offiziell an den Start gehen. Dann wird auch ein Ansprechpartner bestimmt, denn die Helfer sollen sich an und für sich selbst organisieren. Die Gemeinde als Behörde wird nur unterstützen.

Auch zahlreiche Vereine haben ihren Beistand zugesagt - und sind zum Teil schon aktiv geworden, wie die Country Gringos. Sie haben nicht nur Geschirr und Kleidung gesammelt, sondern auch ein spontanes Grillfest organisiert. Obwohl die Asylbewerber nur Englisch oder Französisch sprechen, habe die Verständigung gut geklappt. So erfuhren die Gringos, dass der Großteil der jungen Männer dem christlichen Glauben angehört. Sogar im amerikanischen Linedance versuchten sich einige.

Es wurden schon weitere Treffen geplant. Bezeichnend war laut Vorsitzendem Manfred Böhm der Kommentar des jüngsten Vereinsmitglieds Michael Montag (5): „Die laden wir wieder mal ein, die sind voll nett.“ Obwohl er kein Wort Englisch spreche, habe er die Schutzsuchenden sofort sympathisch gefunden. vam

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