Der Markt Isen aus der Vogelperspektive: Die neuen Wohnhäuser (siehe Bild unten) stechen im Zentrum hervor.

Isen - do bin i dahoam

Hoch hinaus und tief gestapelt

Tradition, Erbe und Heimat: viele Isener Bürger würden Ansichten des alten Isens mit diesen Begriffen assoziieren.

Demografischer Wandel, Mobilität und Verstädterung machen jedoch auch vor einem Ort mit der langen Geschichte des Marktes Isen nicht Halt. Die Folge sind Veränderungen des gewohnten und lieb gewonnenen Ortsbildes.

Dass neue Bedürfnisse neue Lösungsansätze erfordern, weiß man auch im Isener Rathaus. Dass neue Lösungen zu städtebaulichen Veränderungen führen, werden die Bürger in den nächsten Jahren erfahren. Zwei der Projekte, der neue Wohnungskomplex an der Münchner Straße und die Planungen des Freizeit- und Kulturparks, sollen hier kurz vorgestellt werden.

Wohnraum für Einheimische und Zugezogene

Veränderungen können die Isener Bürger derzeit direkt im Ortskern an der Münchner Straße erleben. Dort, wo bis vor wenigen Jahren das Gasthaus Mooshofer stand, will die Maier Bau GmbH aus Dorfen hoch hinaus. Anfang Juli soll es so weit sein, dann sollen die 17 Wohneinheiten, die zwischen zwei und vier Zimmer haben, und die Ladeneinheit bezogen werden.

Bürgermeister Siegfried Fischer sieht den Schwerpunkt der kommunalen Wohnungsbaupolitik darin, einerseits den Bedarf der Einheimischen zu decken, andererseits moderates Wachstum durch Zuzug zu ermöglichen. Während die großen Baugebiete „kommunale Chefsache“ sind, wird die Nachverdichtung im Innenraum durch Investoren vorgenommen. „Beides ist wichtig, das Bild von Isen wird sich dadurch in manchen Bereichen verändern“, sagt der Bürgermeister.

Sozialer Wohnungsbau stellt vor neue Aufgaben

Dass Isen mit Mietwohnraum im Allgemeinen und Sozialwohnungen im Besonderen nur rudimentär versorgt ist, ist auch im Rathaus bekannt. Zwar gibt es dazu noch keine Entscheidungen des Marktgemeinderates, aber Fischer ist sich klar darüber, dass sich die Kommune künftig um den sozialen Wohnungsbau kümmern muss. „Wohnungen für Einkommensschwächere zu finden wird auch in Isen immer schwieriger. Altes Lehrerwohnhaus und Liebesbundstiftung sind hier gute Hilfen, werden aber zukünftig nicht reichen“.

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