Isen - do bin i dahoam

Vom Meindl-Park zum Freizeit- und Kulturpark Isen

Während das Wohnbauprojekt an der Münchner Straße derzeit den letzten Schliff erhält, sind im Meindl-Park am Freizeitheim noch die Planer am Werk.

Den Anstoß, über Bauen im Park nachzudenken, hat die Blaskapelle Isen gegeben. Ihr alter Probenraum, zu dem das Musikzimmer der Isener Schule einmal wöchentlich umfunktioniert wird, platzt seit langem aus allen Nähten. Der Vorschlag der Musiker, im Freizeitheim ein Probenheim zu errichten, stieß im Marktgemeinderat auf großes Verständnis.

Denn die Kapelle ist nicht nur bei allen Festen und Feiern in der Gemeinde dabei, sie hat sich auch über die Gemeindegrenzen hinaus einen guten Ruf erspielt. Der Kulturpreis des Landkreises, den sie bereits 1996 entgegennehmen konnte, gibt von ihrer Funktion als wichtiger Kulturträger Zeugnis.

Die ersten Pläne für das Gebäude, das auch vom örtlichen Sportverein genutzt werden sollte, wurden mehrmals modifiziert. Übrig blieb ein Gebäude, das allein dem Traditionsverein zu Proben, Unterricht und Lagern der Noten dienen sollte. Bürgermeister und Marktgemeinderäte zogen einer Einzellösung jedoch ein Gesamtkonzept vor.

Seitdem beschäftigen sich die Stadtplaner des Münchner Büros Plankreis mit dem Projekt. Sie untersuchen vor allem die Potenziale der Fläche und bewerten die Konzeptansätze. Ansätze, denn der Probenraum mit der singulären Nutzung hat durch eine neue Begegnungsstätte für Musik, Kultur, Sport, Senioren und Jugend Konkurrenz bekommen.

Begegnungsstätte für Kultur und Soziales

Um der angestrebten multifunktionalen Nutzung zu entsprechen, soll das neue Gebäude nicht nur den Bedarf der Blaskapelle decken. Angedacht sind auch neue Jugendräume, ein Probenraum für Bands und Räume, die sowohl für Aufführungen wie Kleinkunst und Theater als auch für Ausstellungen genutzt werden sollen. Für den Bereich um die Meindl-Villa als Standort spricht vor allem die zentrale Lage. Daneben würde die Kommune zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn auch das Freizeitheim, das 1988 in Betrieb ging, muss modernisiert werden; die nötigen Arbeiten könnten in einem Zug erledigt werden.

Bauen unter der Erde

Bei der Realisierung des Projekts würde die Kommune am liebsten im wahrsten Sinne des Wortes „tiefstapeln“. Bürgermeister und die Mehrheit des Marktgemeinderats favorisieren ein Konzept, das die Isener Architekten Sebastian Kruppa und Geraldine Frisch vorgelegt haben. Dabei wird das Gebäude nahezu komplett eingegraben. Im Eingangsbereich am nördlichen Ende des Parks ist ein Theaterund Konzerthof vorgesehen, durch einen Innenhof sollen die hinteren Räume des Freizeitheims erschlossen und belichtet werden.

Auch die Städteplaner des Plankreises sehen in den Plänen des Büros Kruppa Architekten „einen innovativen Lösungsansatz, der die Topografie ausnutzt“. Vorteile gegenüber dem Entwurf der Blaskapelle sieht man nicht zuletzt auch, weil dadurch der sichtbare Eingriff in den Park deutlich minimiert wird.

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