„Die Finanzen sind geordnet“: Schatzmeister Manfred Herzog (r.) vermeldete in seinem Bericht positive Zahlen. Foto: Huber

BRK-Kreisversammlung

Breiter aufgestellt ohne finanzielles Risiko

Isen – Die strukturelle Neuaufstellung des Erdinger Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) trägt Früchte. Vorsitzender Max Gotz freute sich, den Besuchern der Mitgliederversammlung in Isen „sehr gute Ergebnisse und sehr gute Zahlen“ präsentieren zu können.

Dass aktuell 10 686 Landkreisbewohner das BRK als Fördermitglieder unterstützen, war nur eine der vielen erfreulichen Botschaften, die Gotz und Schatzmeister Manfred Herzog verkünden konnten. Positiv überrascht war Gotz, dass 8,3 Prozent der Bevölkerung bereit sind, sich ans BRK zu binden, obwohl die Aufenthaltsdauer der Menschen im Landkreis oft sehr kurz sei. Diese Verwurzelung gelte es auszubauen. „Sie ist wichtig, weil wir nur mit Fördermitteln unsere Aufgaben erfüllen können“, sagte er.

Der Kreisverband hat sich in den letzten Jahren breit aufgestellt. Und ist dabei, mit der Übernahme des Blutspendedienstes („Ein Klassiker, mit dem viele Menschen das BRK verbinden“) und der Rettungswache Taufkirchen im Landkreis Erding weiter Fuß zu fassen. Daneben „gehört zum „Kreisverband, dass wir große Kinderhäuser betreuen. Wir haben ein gutes Betreuungsangebot, das wollen und werden wir ausbauen“, kündigte der Vorsitzende an.

Gesellschaftliche Trends zu erkennen und darauf zu reagieren, sei beispielsweise im Bereich der Seniorenbetreuung wichtig. Denn es gebe auch im Landkreis zunehmend Menschen, die im Alter einsam seien. Als Antwort auf die demografische Entwicklung verstand Gotz das Kursangebot des Kreisverbandes für Demenzkranke und deren Angehörige.

Auch in der Flüchtlingsbetreuung will das BRK weiter aktiv bleiben. „Es ist wichtig, unabsehbare Folgen, was das Thema Flucht betrifft, weiter im Fokus zu haben“. Nicht das Warum sei für das Engagement des Verbandes ausschlaggebend, sondern das Hilfsbedürfnis der geflüchteten Menschen. „Den Blick weiten und mutig Projekte angehen“, gab Gotz als Motto für die nächsten Jahre aus. Dabei werde die Bandbreite weiter „vom Losverkauf bis zur Wasserwacht“ reichen, der Fokus werde aber stärker auf sozialen Themen und Projekten liegen. Die Stärke des Kreisverbandes liege im breiten Spektrum, das nicht nur Rettungsstandorte, sondern auch „wunderbare soziale Aufgaben“ umfasse, merkte er an.

Die Frage, ob er sich im nächsten Jahr der Wiederwahl stellen werde, wollte Gotz nicht beantworten. Sicher sei allerdings, dass der Vorsitz weiter bei einer „Person des öffentlichen Lebens“ liegen solle, um dem Verband „ein Gesicht zu geben und Türen zu öffnen“. Gotz thematisierte auch, dass der Kurswechsel nicht ohne interne Kritik geblieben sei. Dabei sei es falsch, „den Grantlern, Nörglern und Jammerern“ zu viel Platz zu geben. Man müsse mit dieser Kleingeisterei weiterleben, „sie wird uns allerdings nicht aufhalten“.

Recht bekam Gotz vom Bericht des Schatzmeisters. Wie Herzog ausführte, konnten nicht nur Darlehen und Altlastenfond zurückbezahlt werden, es seien auch genug Mittel vorhanden, um die Arbeit der Gliederungen zu finanzieren. „Die Finanzen sind geordnet und ohne Risiken. Das gibt uns die Möglichkeit, in der nächsten Legislaturperiode neue Potenziale zu erschließen“, sagte Herzog.

Dass damit nicht nur die Rettungswache in Taufkirchen gemeint ist, die eine Anschubfinanzierung aus dem Haushalt benötigen werde, hatte Gotz klar gemacht. Auch die Stadt Dorfen werde in nächster Zeit mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen haben. „Wir bieten uns an“, sagte Gotz in Richtung des Dorfener Vizebürgermeisters Günther Drobilitsch und empfahl das Thema dem „diskussionsfreudigen“ Dorfener Stadtrat. Denn nach Zeiten „schwieriger Finanzpolitik“ besitze der Kreisverband eine solide Basis, was ihn für Gotz zum verlässlichen Partner der Kommunen macht. Doch der Kassenbericht signalisiere auch, dass „jeder, der an den Kreisverband spendet oder vererbt, weiß, dass sein Geld solide verwaltet und dort eingesetzt wird, wofür es gedacht ist“.

In einem waren sich Vorstand und Besucher einig: Ohne die hervorragende Arbeit von Geschäftsführerin Gisela van der Heijden stünde der Kreisverband nicht so gut da. Das Plus bei den Finanzen sei der Geschäftsführerin zu verdanken.

Anne Huber

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

BMW gegen Lkw: Fahrerin (29) hat Glück im Unglück

Kirchberg - Ein schwerer Unfall mit glimpflichem Ausgang hat sich in der Nacht auf Samstag auf der B15 Taufkirchen - Landshut ereignet. Dabei wurde eine junge Frau wie …
BMW gegen Lkw: Fahrerin (29) hat Glück im Unglück

XXL-Industriehalle: Transparenz ist der wichtigste Baustoff

Start leicht verstolpert: Zu diesem Schluss kommt in Bezug auf das geplante Gewerbegebiet bei Erding West Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Wochenendkommentar.
XXL-Industriehalle: Transparenz ist der wichtigste Baustoff

Eine Halle so groß wie elf Fußballfelder

Erding - Vom geplanten Industriegebiet an der Dachauer Straße gibt es ein erstes Bild: Die Stadt Erding will nicht nur einen neuen Recyclinghof und Flächen für Handwerk …
Eine Halle so groß wie elf Fußballfelder

Ampel gegen Stau in der Erdinger Innenstadt

Erding - Autofahrer müssen sich ab Montag auf neue Verkehrsbeziehungen in Erding einstellen. Eine Ampel soll dafür sorgen, dass es wegen der Gewichtsbeschränkung auf der …
Ampel gegen Stau in der Erdinger Innenstadt

Kommentare