Wasserzweckverband Holzland

Neue Vollzeitstelle im Bauhof

Holzland – Der Wasserzweckverband Holzland ist gut aufgestellt. Es kann investiert werden – auch beim Personal – und trotzdem können zugleich die Schulden deutlich gesenkt werden.

Der größte Ausgabeposten des Vermögenshaushalts für das Jahr 2017 sind Tiefbaumaßnahmen. „Leitungen müssen um- oder neuverlegt werden, im Ganzen sind 153 000 Euro veranschlagt“, erklärte Karlheinz Miksch, Geschäfts- und Finanzleiter der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen. Zusammen mit Christiane Angermaier, der neuen Mitarbeiterin in der Finanzabteilung, trug er den Haushaltsplan 2017 des Wasserzweckverbandes Holzland vor.

Eine der Investitionen des Wasserzweckverbandes im nächsten Jahr ist die Fortführung der Dokumentation des Wasserleitungsbestandes. Hierfür werden circa 10 000 Euro für die Vermessung und das Erstellen von digitalen Plänen veranschlagt. Weiterhin wird ein Anbau an das Wasserwerk in Arndorf angedacht, um dort eine Werkstatt oder ein Lager einzurichten. Dieser kostet schätzungsweise 50 000 Euro. Weitere größere Ausgaben sind die Anschaffung von Arbeitsgerätschaften, vom PC bis hin zur Einrichtung, und der Erwerb eines Werkstattwagens – ungefähr 45 000 Euro werden hierfür insgesamt angesetzt.

Letzterer wird für eine neue Vollzeitarbeitsstelle im Bauhof benötigt, spezialisiert auf die Betreuung der Wasserversorgungsanlagen. Ein neuer Mitarbeiter soll dann den bislang in Teilzeit beschäftigten Wassermeister unterstützen. Die Vollzeitkraft wird erst im Verlauf des kommenden Jahres eingestellt werden, die Stelle ist aber bereits ausgeschrieben. Mit dem Werkstattwagen soll der zusätzliche Mitarbeiter das Leitungsnetz betreuen und Wasserzähler, Hydranten sowie Schieber kontrollieren.

Haupteinnahmequelle des Verbandes sind die Gebühren auf den Wasserverbrauch. Diese setzen sich aus zwei großen Posten zusammen: eine Pauschale für jeden Hausanschluss und die Einnahmen durch den Wasserverbrauch. Die rund 1150 Hausanschlüsse bringen jeweils 100 Euro ein, was eine Grundgebühr von 115 000 Euro ergibt. Der Gesamtverbrauch in den drei beteiligten Gemeinden Hohenpolding, Kirchberg und Steinkirchen wird mit bis zu 260 000 Kubikmeter veranschlagt. Bei einem Kubikmeterpreis von 1,15 Euro netto ergeben sich Einnahmen von knapp 300 000 Euro. „Der durchschnittliche Verbrauch eines Bundesbürgers liegt bei rund 40 Kubikmeter.“, teilte Miksch mit. „Würde man den Verbrauch eines Holzländers berechnen, käme man, bedingt durch einen großen Anteil an landwirtschaftlichen Verbrauch, auf circa 68 Kubikmeter“, erzählte der Geschäftsleiter auf Nachfrage.

Der Wasserzweckverband hat in den vergangenen Jahren über Kreditaufnahme viel investiert. 2007 wurde das Wasserhaus gebaut und es wurden seither viele Leitungen verlegt. Die letzten Jahre wurde stetig getilgt. War der Schuldenstand Ende 2015 noch bei fast 660 000 Euro, wird Ende 2017 nur mehr ein Betrag von 355 000 Euro zu begleichen sein. Die Schuldentilgung für 2017 ist gesichert, der Wasserzweckverband erwirtschaftet einen leichten Überschuss.

Fabian Holzner

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