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Erding kämpft um S-Bahn-Tunnel

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Von: Hans Moritz

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Der Bahnübergang an der Haager Straße soll mit dem Bau des S-Bahn-Ringschlusses verschwinden. Das fordern die Erdinger. Freistaat und Bahn lehnen das ab. © Moritz

Erding - Beim S-Bahn-Ringschluss wird der Ton rauer. Bei einer Groß-Demo mit viel Politprominenz will die Stadt Erding für die Beseitigung des Bahnübergangs Haager Straße kämpfen.

Es dürfte die größte Demo werden, die Erding in den vergangenen Jahren erlebt hat: Die Bürgerinitiative (BI) Bahntunnel Erding und sämtliche im Stadtrat vertretenen Parteien laden am Freitag, 25. September, ab 17 Uhr zu einer Kundgebung ein, mit der eine Untertunnelung der Haager Straße gefordert wird. „Kein Ringschluss ohne Tunnel“ lautet das Motto der Kundgebung an diesem Übergang, bei der BI-Vorsitzender Winfried Busch und OB Max Gotz (CSU) sprechen werden. Teilnehmen werden auch Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU), die Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) und Ewald Schurer (SPD), die Landtagsabgeordenten Doris Rauscher (SPD), Benno Zierer, Thorsten Glauber, Hubert Aiwanger (FW), Claudia Stamm und Markus Ganserer (Grüne).

Die Planungen für den S-Bahn-Ringschluss von Erding bis zum Flughafen sind weitgehend abgeschlossen. Für den Abschnitt nördliche Stadtgrenze Erding bis Airport läuft das Planfeststellungsverfahren. Strittig ist weiter die Trassenführung durchs Stadtgebiet. Der Freistaat Bayern hält eine Untertunnelung erst ab dem heutigen Endbahnhof für erforderlich und will auch nicht mehr finanzieren.

Für die Erdinger steht fest: Der Tunnel muss spätestens auf Höhe des Stadtparks beginnen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn eine politische Lösung gefunden wird, sprich Freistaat und Bahn auf die Kommune zugehen. Die Kundgebung zeigt, dass man in dieser Frage bislang nicht weitergekommen ist – und das trotz der Zusage von Ministerpräsident Horst Seehofer: „Sonderlasten rechtfertigen Sondermittel.“

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