Bürgerversammlung Langenpreising

Eigener Wertstoffhof für Langenpreising?

Langenpreising – Der Wartenberger Wertstoffhof ist viel zu klein. Das findet nicht nur die Langenpreisingerin Maria Heller, die das Thema in der Bürgerversammlung ansprach.

Bekommt Langenpreising einen eigenen Wertstoffhof? Maria Heller aus Langenpreising nutzte die Bürgerversammlung zu einem Appell an Bürgermeister Peter Deimel: „Mir graust’s, wenn ich da raus fahren muss. Die Leute stehen bis auf die Straße hinaus. Da gibt es ein Aggressionspotenzial, die Leute schimpfen sich schon an“, berichtete sie und folgerte: „Der Platz ist viel zu klein. Deshalb würde ich für Langenpreising einen eigenen Wertstoffhof oder die Erweiterung des Wartenberger Wertstoffhofs beantragen.“ Widerspruch erntete sie keinen. „Du bist nicht die Erste“, sagte Deimel und versprach, das Thema mit seinem Wartenberger Kollegen zu besprechen.

„Das muss man diplomatisch machen“, sagte er und verwies darauf, dass letztlich der Landkreis zuständig sei. Heller konnte auf Nachbargemeinden verweisen, die bei ähnlicher Größe einen eigenen Wertstoffhof hätten.

Überraschung löste Hellers Hinweis sowohl in Wartenberg als auch im Landratsamt aus. Wartenbergs Bürgermeister Manfred Ranft erklärte auf Nachfrage, dass er noch keine Beschwerden vorgetragen bekommen habe. Gleichwohl bestätigte er im Kern wenigstens einen Befund der Langenpreisingerin: „Es geht zuweilen schon recht zu“, sagte er. Das gelte vor allem für die Zeit kurz vor der Öffnung. „Das sind dann die Leute, die zu früh kommen, die stehen dann tatsächlich bis auf die Straße raus.“ Eine Erweiterung des bestehenden Wertstoffhofs schloss der Gemeindechef aus: „Dafür haben wir den Platz nicht. Wenn, dann könnten wir höchstens über eine Verlegung reden.“ Gespräche darüber schloss Ranft ausdrücklich nicht aus.

In der Pressestelle des Landratsamts war zu erfahren, dass das Thema im Sachgebiet „Abfallwirtschaft“ ebenfalls völlig neu ist. Investitionen in diesem Bereich seien derzeit keine vorgesehen. Aber auch die Kreisbehörde signalisierte Gesprächsbereitschaft zu dem Thema. Heller hatte unter anderem mit der wachsenden Bevölkerung in beiden beteiligten Gemeinden argumentiert. Dass der Wertstoffhof für Langenpreising und Wartenberg eingerichtet worden ist, bestätigte auch Ranft. „Das hat ja auch bisher ganz gut funktioniert.“

Klaus Kuhn

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