Flächennutzungsplan 

Langenpreising rüstet bei Gewerbe und Wohnbebauung auf

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising schafft neue Gewerbeflächen.

Bürgermeister Peter Deimel brachte seinen Antrag, das Gewerbegebiet Straßäcker im Zuge der 15. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) zu erweitern, am Dienstag im Gemeinderat einstimmig und ohne jede Debatte durch.

Als die Kommune das Gewerbegebiet einst auswies, wollte sie es so groß machen, wie es jetzt in etwa werden soll. Damals schon waren sich Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung einig, dass der Bedarf da sei, allein wegen der Nähe zum Autobahnzubringer.

Das Landratsamt hatte die Gemeinde damals jedoch gebremst, es fand das Gewerbegebiet überdimensioniert. Also musste Planer Franz Pezold die ausgewiesene Fläche halbieren. Genau deshalb geht die Kommune jetzt die Erweiterung an. Deimel: „Wir haben keine Gewerbeflächen mehr, Anfragen sind aber da.“

Die Gemeinde hat auch keine Wohnbauflächen mehr. Auch hier will sie groß ausbauen. Der jetzt ins Verfahren gegebene FNP-Entwurf sieht vor, den Hauptort Langenpreising an der Prisostraße zu entwickeln. Dort steht eine Fläche von 4,3 Hektar zur Debatte. Pezold rechnete vor, dass hier bis zu 200 Neubürger Platz finden können. Dazu ging ein Antrag von Max Danner knapp durch, die hier vorgesehene Mischgebietsfläche in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln. Pezold hatte nicht störendes Gewerbe ermöglichen wollen, um die Entstehung von „Schlafstädten“ zu vermeiden, was durchaus Thema bei einem Workshop des Gemeinderats gewesen ist.

Nicht unumstritten war die Ausweisung weiterer Wohnbauflächen in Zustorf. Was dort zunächst vorgesehen war, erschien einigen Räten wie Josef Straßer doch zu viel. Helmut Empl meinte gar, das werde ein „Satellit“, weil es abgesetzt sei vom Ort. Für ihn ein „No-Go“.

Josef Buchner bestand nur darauf, dass eine Aussage getroffen werde, dass es in Zustorf auch Bauland gebe. Das kommt jetzt in den Plan, wenn auch nicht so groß. Zurückgezogen hat Leo Melerowitz seinen Antrag, die Flächen „Südlich Isarkanal“ aus dem FNP zu nehmen. Da ändert sich jetzt erst mal nichts.

Das Gelände am Kreisverkehr bei Wartenberg bleibt aber wohl in der Gemarkung Langenpreising. Andreas Steiner erntete keinerlei Widerspruch, als er zu der Idee eines Gemarkungstauschs mit der Nachbargemeinde Wartenberg meinte: „Das halte ich für völlig absurd.“

Was dort jetzt werden soll, ist also weiter offen, zumal Wartenberg bisher jede Planung blockiert hat. Im FNP bleibt aber auch der Gedanke enthalten, zwischen der Frauenstraße und dem Sportgelände eine Verbindung zu schaffen, um die Deutlmooser Straße zu entlasten. Eine Variante, die diese Straße schnurgerade hätte werden lassen, stieß auf nicht so viel Gegenliebe, weil dann zu schnell gefahren werde.

Insgesamt haben die Langenpreisinger Gemeinderäte derart viele Flächen in die FNP-Fortschreibung aufgenommen, dass Planer Pezold Probleme bei der Durchsetzbarkeit sieht. „Man wird entsprechende Stellungnahmen bekommen, und dann wird man sehen, was man macht“, orakelte er mit Blick aufs Verfahren. Klaus Kuhn

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