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Putzbrocken, gerade noch festgehalten von den Dornen gegen die Tauben, zeigen, wie notwendig die Sanierung des Kirchturms in Langenpreising war. Peter Zobel kennt die kritischen Stellen.

St. Martin Langenpreising

Die Maler sind am Werk

Langenpreising – Die Sanierungsarbeiten am Kirchturm von St. Martin in Langenpreising haben begonnen – und jetzt erst ist deutlich geworden, wie notwendig diese waren.

Am Kirchturm von St. Martin in Langenpreising tut sich was: Die Sanierung hat begonnen. Die Firma Schaak aus Landshut erneuert den Fassadenanstrich. Diese musste dazu erst mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden.

Von oben nach unten kämpfte Peter Zobel sich mit einem Kollegen durch. Dabei bekamen sie es auch mit Hinterlassenschaften zu tun, die eine spezielle Schutzkleidung erforderlich machten: Der bakteriell verseuchte Taubenkot war bis zu 30 Zentimeter dick. „Ich habe danach auch das Gerüst abspritzen müssen“, erzählte der Fachmann, der aber auch faustgroße Putzbrocken mit seinem 300 bar starken Wasserstrahl aus der Fassade löste. Sie waren bereits locker. Wären sie unkontrolliert herabgestürzt, hätten sie gefährlich werden können. „Es war schon notwendig, dass was gemacht wird“, schloss der Maler daraus. „Wenn ein Sturm aufkommt kann so etwas übel enden.“

In diesen Tagen werden die Schallöffnungen der Glocken abgeklebt, damit die Maler mit ihrer Arbeit beginnen können: „Erst muss der Putz ausgebessert und dann ein Haftgrund aufgetragen werden, der die Poren schließt“, so der Fachmann. „Danach kommen zwei Anstriche.“ Die sichtbaren Holzteile werden noch geölt, damit sie gegen die Witterung ebenfalls geschützt sind.

Am Farbkonzept wird sich nichts ändern: Gelb und Weiß dominieren wie bisher. Das wird nach den Worten des Malers echte Handwerksarbeit werden. Die Zimmererarbeiten weiter oben an der Kirchturmspitze nehme demnächst die Firma Grabrucker in Angriff, berichtete er weiter und schätzte, dass sein Unternehmen, je nach Wetter, noch einige Wochen auf der Baustelle zu tun haben werde.

Die Sanierung geht richtig ins Geld: Bekanntlich hat das Ordinariat einen Zuschuss von 124 250 Euro gebilligt, 53 250 Euro muss die Pfarrei selbst aufbringen. Dank der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist – Stand Mitte August – das Spendenkonto mit etwas mehr 43 000 Euro gut gefüllt, wie ein Aushang in der Kirche ausweist. Weitere Spenden sind bereits zugesagt, sodass alle Verantwortlichen guten Mutes sind, dass das große Vorhaben auch wirklich umgesetzt werden kann.

von Klaus Kuhn

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