Eine gewisse Ähnlichkeit ist schon zu erkennen. Und auf dem Fußballplatz spielen der Erdinger Marcel Urland (r.) und Bayerns Xherdan Shaqiri am liebsten Linksaußen. Foto: fkn

Marcel Urland (15) darf mit Bayern-Stars kicken

Klettham - Einmal mit Franck Ribéry auf dem Fußballplatz stehen. Was vielen Gegenspielern des kleinen Franzosen mehr als unangenehm ist, ist für den 15-jährigen Marcel Urland ein großer Traum.

Und der ging diese Woche in Erfüllung: Der Kletthamer hatte sich für einen Werbespot des Sportartikelherstellers Nike beworben und wurde genommen. Anschließend gab es mit Bayern Münchens Nummer sieben ein kleines Showtraining, bei dem auch die FCB-Stars Xherdan Shaqiri, Mario Mandzukic und Luis Gustavo dabei waren.

„Das war einfach ein überragendes Gefühl. Ein super Tag“, schwärmte Urland im Gespräch mit der Heimatzeitung. Im Internet hatte sich der Schüler für den Spot beworben, mit abgeschickt hat er ein Foto von sich in seinen Nike-Kickstiefeln. Das schien den Verantwortlichen der Marketingabteilung des Sport-Riesen zu gefallen. Der Schüler vom Anne-Frank-Gymnasium wurde prompt eingeladen. „Es waren ja eigentlich nur ältere Spieler aus hohen Ligen dabei. Aber einer der Kicker sollte jünger sein und eine Chance bekommen. Da hatte ich natürlich Glück, dass ich derjenige war“, erklärt Urland, der für die SpVgg Altenerding in der B-Jugend antritt.

Gekoppelt an den Werbespot und das Showtraining im Münchner Postpalast war außerdem ein „Speed-Contest“, bei dem die Spieler schnellstmöglich einen Parcours absolvieren mussten. Und zwar mit dem neuen Mercurial Vapor, einem Fußballschuh, der aufgrund seiner Leichtigkeit speziell für flinke Spieler entwickelt wurde. Sieger des Wettbewerbs wurde Manuel Stangl vom TSV Dachau 65, der sich unter anderem gegen den Eittinger Stefan Lex durchsetzte, der für den TSV Buchbach in der Regionalliga Bayern spielt.

Den knapp zehn Sekunden im Hütchenwald von Stangl konnte auch der Bub aus Klettham nichts entgegensetzen. Dafür gab es für Urland beim Showtraining wertvolle Tipps von den Profis. „Die Spieler haben viele Hinweise gegeben. Zum Beispiel, dass man sich auf den Zehenspitzen bewegen soll, um noch schneller zu sein.“ Die Stars kamen aber keineswegs arrogant herüber, betont der Schüler. Es wurde viel gelacht, vor allem die Spaßvögel Ribéry und Shaqiri waren zu Scherzen aufgelegt. Urland: „Es war, als würde man sich mit seinen besten Freunden unterhalten. Einfach toll.“

Die Tipps der Rekordmeister möchte der Kletthamer im Alltag der Bezirksoberliga umsetzen. Dort spielt er, wie seine großen Vorbilder Ribéry und Cristiano Ronaldo, am liebsten auf dem linken Flügel. Und wie seine Idole kämpft er mit den Veilchen um den ersten Platz. Zurzeit steht die SpVgg auf Rang zwei.

(Alexander Kaindl)

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