Erkältet, aber überglücklich: Kathrin Faller und ihre Katze Foxy, die sie nach eineinhalb Jahren wiederfand. Jetzt sind viele Schmuseeinheiten nachzuholen. foto: privat
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Erkältet, aber überglücklich: Kathrin Faller und ihre Katze Foxy, die sie nach eineinhalb Jahren wiederfand. Jetzt sind viele Schmuseeinheiten nachzuholen.

Foxy ist zurück

19 Monate vermisst: Katze wieder da

Erding - So ein Happy End gibt es selten: Eineinhalb Jahre war Katze Foxy verschwunden. Jetzt konnte sie ihre Besitzerin wieder in die Arme schließen.

Solche Geschichten mit glücklichem Ausgang kann der Tierschutzverein Erding nicht oft erzählen. Er hat Foxy, die grau-getigerte Katze, nach eineinhalb Jahren seiner überglücklichen Besitzerin übergeben. Da flossen Freudentränen.

Es war ein Donnerstag, als die Tierschützer den Anruf einer Frau aus Altenerding erhielten. Sie erzählte ihnen, dass ihrer Tochter seit einigen Tagen eine Katze auf dem Weg von der Schule nach Hause folge. Die Frau fütterte das offenbar herrenlose, aber keineswegs verwahrloste Tier auf der Terrasse - und informierte den Tierschutzverein Erding. Dessen 2. Vorsitzende Solveig Wanninger holte die Katze wenig später bei ihr ab und brachte sie ins Tierheim nach Kirchasch.

Dort entdeckten die Pflegerinnen eine Tätowierung in den Ohren - schlecht lesbar, aber sie entzifferten sie. Nach einigen Telefonaten mit Tierarztpraxen und dem zentralen Haustierregister Tasso, bei dem die Katze registriert war, konnten sie tatsächlich die Besitzerin ausfindig machen. Sie heißt Kathrin Faller und lebt im Münchner Stadtteil Haidhausen. Sie hatte Foxy, ihre sieben Jahre alte Katze, am 22. Juni 2014 vermisst gemeldet - vor eineinhalb Jahren.

Die 27-Jährige hatte die Hoffnung, sie nach so langer Zeit noch zu finden, schon aufgegeben. „Man konnte nach Foxy die Uhr stellen. Sie kam immer zwischen 22 und 24 Uhr heim.“ Nur an jenem Abend nicht. „Ich habe jeden Keller und jede Garage in der Nachbarschaft abgesucht. Ich habe Flyer aufgehängt und verteilt. Ich habe bei Tierärzten und in Tierheimen angerufen. Nichts.“

Faller ist mit Katzen aufgewachsen. Neben Foxy hat sie noch Kyra, deren Schwester. „Als jetzt der Anruf kam, dachte ist, da will mich jemand auf den Arm nehmen“, erzählt die junge Frau vom ersten Gespräch mit Solveig Wanninger. Faller kam mit ihrem Vater nach Kirchasch. „Beide waren zu Tränen gerührt“, sagt Wanninger. Und auch Foxy muss sich an ihr Frauchen erinnert haben, denn sie schlief die erste Nacht daheim auf Kathrins Bauch.

Man sieht Foxy die 19 Monate, die sie unterwegs war, nicht an. „Ich hab es mir schlimmer vorgestellt“, sagt Faller. „Sie hat nur ihr Wohlstandsbäuchlein verloren.“ „Dass nach so langer Zeit eine Katze wieder gefunden wird, passiert nicht oft“, weiß Wanninger aus Erfahrung. „Das geht nur, wenn die Katze gechipt und gemeldet ist“, betont sie.

Die einzige, die nicht so begeistert von Foxys Rückkehr ist, ist ihre Schwester Kyra. Jetzt muss sie mit ihr wieder den Futterplatz teilen - und die Streicheleinheiten. „Sie zicken sich schon noch an“, erzählt Faller. „Aber es wird von Tag zu Tag besser. Letzte Nacht haben wir zu dritt im Bett geschlafen.“ (Gabi Zierz)

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