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Längst überfällig ist der Neubau des Moosinninger Feuerwehrhauses an anderer Stelle laut Kommandant Georg Humplmair und Jugendleiter Sebastian Weinzierl (v. r.). Ihr Hauptargument: Platzmangel.

Feuerwehr Moosinning

Das Feuerwehrhaus der Kompromisse

Moosinning – „Von A bis Z ein Provisorium“, das ist das Moosinninger Feuerwehrhaus laut Kommandant Georg Humplmair. Die Platzreserven sind erschöpft. Händeringend wird nach einem alternativen Grundstück gesucht – bislang erfolglos.

Seit 1986 ist die Freiwillige Feuerwehr Moosinning an der Neuchinger Straße untergebracht. War das Gebäude damals noch mehr als ausreichend für das einzige Fahrzeug der Feuerwehr, platzt es mittlerweile aus allen Nähten. Drei Fahrzeuge sind dort inzwischen untergestellt. „Die Größe des Grundstücks ist wirklich nicht mehr tragbar. Hier herrscht ein einziges Chaos“, bedauert Kommandant Georg Humplmair im Gespräch mit der Heimatzeitung. Eine Erweiterung scheidet aus: Die angrenzende Bebauung lässt keine Vergrößerung zu. Und auch um einen Neubau steht es nicht gut. Geeignete Grundstücke wollte bislang niemand herausrücken.

Dabei ist das Anliegen der Moosinninger Brandlöscher dringend, denn nicht nur die Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge sind erschöpft. Das komplette Feuerwehrhaus ist alles andere als ausreichend, wie Humplmair betont. 63 Aktive und 18 Jugendliche müssen sich stets weiterbilden. „Für eine derartige Anzahl ist der Schulungsraum einfach nicht gebaut. Ein vernünftiger Unterricht ist hier nicht mehr möglich“, sagt der Kommandant.

Unmöglich scheint auch eine strukturierte, geordnete Lagerung der Materialien. „Es gibt gerade mal ein kleines Räumchen, in das wir alles Mögliche gestopft und gestapelt haben“, erklärt Jugendleiter Sebastian Weinzierl. Der größte Teil des Ölbindemittels werde deshalb im Eichenrieder Feuerwehrhaus gelagert. „Das sind alles Kompromisse, die sich über die Jahre gehäuft haben, aber jetzt ist Schluss. Wir sind hier wirklich am Limit“, erklärt Humplmair.

Um einen solchen Kompromiss handle es sich auch bei der Damentoilette. „Wir sind natürlich froh, Frauen in unserer Runde zu haben, aber unsere einzige Dusche musste der Damentoilette weichen“, erinnert sich der langjährige Kommandant. Er weiß nicht nur die weiblichen Mitglieder zu schätzen. Auch auf die mitgliederstarke Jugend ist er stolz. Bieten könne man deren Mitgliedern jedoch nicht einmal vernünftige Umkleideräume. „Wir wollen die Jugendlichen langfristig halten. So wird das schwierig“, bedauert Weinzierl.

Auch die Mitglieder der aktiven Wehr müssen sich in der Maschinenhalle umziehen, im Winter bei unangenehmen Temperaturen. „Wir können nur so heizen, dass das Löschwasser nicht gefriert. Es wird also nicht wärmer als sieben Grad“, sagt Humplmair. Generell seien die Kleiderhaken am Limit. „Neuen Mitgliedern können wir trotz separatem Spind keine Haken mehr bieten.“

Ansprüche an ein neues Feuerwehrhaus stellen die Moosinninger nicht viele. Lediglich genügend Platz und eine zentrale Lage wünschen sie sich. „Wir brauchen eine größere Fahrzeughalle, Schulungs- und Lagerräume mit mehr Platz und zwei Zufahrten“, erklärt Humplmair. „Dann kann kein ankommendes Fahrzeug den herausfahrenden Löschwagen blockieren.“ Passieren solle das am besten so schnell wie möglich, denn ein Neubau, da sind sich die Feuerwehrler einig, sei längst überfällig.

Von Julia Adam

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