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Der Aufstand soll weitergehen: Die Gegner einer B15 neu im Landkreis Erding fordern den Bau einer neuen Bundesstraße auf der raumgeordneten Trasse im Landkreis Mühldorf.

Nach Aus für B 15 neu

Neuer Anlauf für Mühldorfer Trasse

Dorfen - Nach dem Widerstand ist vor dem Aufstand: Die Bürgerinitiative „Keine B 15 neu im Landkreis“ hat eine neue Protestwelle angekündigt. Verlangt wird der Bau einer neuen B 15 im Kreis Mühldorf.

Die Entscheidung von Innenminister Joachim Herrmann (CSU), aufgrund des massiven Prostests in den Landkreis Erding und Mühldorf vom Bau einer B 15 neu ganz abzusehen und stattdesen die bestehende Bundesstraße mit Ortsumfahrungen auszubauen, führt zu neuen Protesten. „Das war nicht unser Ziel“, schreibt Stefan Demml aus St. Wolfgang, einer der Sprecher der der Bürgerinitiative „Keine B 15 neu im Landkreis Erding“ in einer Rundmail an die Unterstützer. Gefordert wird stattdessen die Aufnahme der linienbestimmten Trasse im Landkreis Mühldorf in den Bundesverkehrswegeplan. „Wir haben von vornherein gesagt, dass nur durch eine Trasse im Landkreis Mühldorf eine Entlastung der Ortschaften Taufkirchen, Dorfen und St. Wolfgang ermöglicht wird. Ortsumfahrungen bringen weder Arbeitsplätze in den Landkreis Mühldorf noch entlasten sie die B 15 alt. Das was jetzt gemacht wird ist eine reine Mogelpackung.“ Mitstreiterin Sabine Berger aus Dorfen ist ebenfalls wütend: „Die Pläne für eine B 15 neu wurden nicht auf Eis gelegt. Die Pläne wurden nur neu verpackt. Der Ausbau der bestehenden B 15 wird den Landkreis Erding massiv betreffen. Eine Vielzahl von Brücken und Unterführungen werden gebaut, dreispurige Fahrbahnen werden von Taufkirchen bis St. Wolfgang in die Landschaft geschlagen.“ Die Bürgerinitiative hat gegen die Entscheidung Herrmanns eine neue Protestwelle angekündigt.

Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz fordert, dass die raumgeordnete Trasse zwischen Velden und Vilsbiburg „nicht gänzlich verworfen werden sollte“. Niemand wisse, wie sich das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werde und ob nicht doch großräumigere Lösungen notwendig würden. Auch wenn nun der Ausbau der bestehenden Bundesstraße für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden soll, müssten die einzelnen Kommunen trotzdem eine Umgehungsstraße anmelden, auch wenn die Trassenführung noch nicht feststehe. Dies müsse innerhalb der nächsten Monate erfolgen. „Nur so kann ein Umgehungswunsch noch Eingang in den Bundesverkehrswegeplan finden.“ Die Kommunen bräuchten jetzt die Unterstützung des Freistaats bei der Planung und Umsetzung kleinräumiger Lösungen. Hier sei jetzt vor allem Innenminister Herrmann gefordert.

Am Mittwoch, 28. Januar, veranstaltet die Bürgerinitiative „Keine B 15 neu im Landkreis Erding“ um 20 Uhr beim Wirt in Landersdorf eine Infoveranstaltung. Hier wird auch das weitere Vorgehen beraten.

Anton Renner

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