Zufrieden waren die Mitglieder mit der Arbeit des Vorstandes. Das zeigten sie bei der Neuwahl von (v. l.) Bartholomäus Lechner, Hubert Gruber, Raphael Hackl, Uschi Anders, Martin Haindl, Anna Gfirtner, Albert Daschinger, Karl Heilmaier, Andreas Scharf, Ulrike Scharf, Rudi Pfeil und Hans Wiesmaier . Bundestagsabgeordneter Max Lehmer (r.) gratulierte. foto: nie

Nordumfahrung als Mittel gegen den Rekord-Verkehrsinfarkt: Ulrike Scharf wettert gegen SPD

Grucking - „Ich muss mich schon wundern, dass die SPD jetzt in einem Antrag den sofortigen Stopp aller weiteren Planungen zur Nordumfahrung Erding will. Dieses strategische Geschacher ist mit uns nicht zu machen", erklärte Ulrike Scharf, die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Fraunberg, am Mittwoch in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Rauch in Grucking.

Das beweise nur, dass die SPD weder die Kraft noch den Willen habe, für den Landkreis eine Verkehrsentlastung zu erreichen. Das Thema hatte die Mitglieder des Ortsverbandes während des gesamten vergangenen Jahres beschäftigt. Auf verschiedenen Veranstaltungen wurde diskutiert. „Dabei wurde deutlich: Die Menschen wollen und brauchen die Nordumfahrung. Gerade in Grucking, aber auch im gesamten Gemeindebreich sind wir massiv vom Verkehr betroffen“, sagte Scharf. Die Beschlüsse im Kreistag seien eindeutig, nahezu jede Partei habe die Nordumfahrung in ihrem Wahlprogramm.

„Als Kreisräte sind wir nicht gewählt abzuwarten. Unsere Verantwortung und der Auftrag der Bürger ist, Probleme zu lösen“, so Scharf. Die Bürger könnten darauf bauen, dass die drei Fraunberger Kreisräte Hans Wiesmaier, Sebastian Haindl und Scharf sich mit aller Kraft dafür einsetzen. „Keine andere Gemeinde in unserer Größe ist so stark im Kreistag vertreten. Das ist ein absolutes Prädikat“, meinte Scharf.

Es gelte zu verhindern, dass neben Rekordzahlen wie beim Zuzug, dem Wirtschaftswachstum und den Passagierzahlen am Flughafen München noch ein weiterer Wert angesteuert werde - der Rekord-Verkehrsinfarkt. Der drohe, wenn nichts beim S-Bahn-Ringschluss vorangehe. „Keinen Millimeter kommt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil voran. Zur Weiterentwicklung der Region ist nicht nur der Flugplatz von enormer Bedeutung, sondern auch jeder Dorfplatz“, mahnte Scharf.

Wenn der Landkreis liebens- und lebenswerte Heimat bleiben solle, dann werde es höchste Zeit, die Verkehrsprobleme zu lösen und nicht die Menschen mit ständig neuen Einschleifvarianten für die S-Bahn zu verunsichern, so die Ortsvorsitzende.

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