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Die buckelige Piste ist ihr Metier: Niclas (Nummer 14) und Laynee Kehrer (Nr. 64) sind leidenschaftliche Motocross-Fahrer und für den MSC Eichenried am Start. Im heimischen Birkenringstadion trainieren die Nachwuchstalente regelmäßig mit ihren Teamkollegen.

Laynee Kehrer

Das Motocross-Mädel

Notzing/Eichenried – Für Laynee (7) und Niclas Kehrer (10) gibt es nichts Schöneres als Motocross. Die Geschwister aus Notzing trainieren und fahren für den MSC Eichenried. Sie haben schon so manchen Wettkampf bestritten – mit Erfolg.

Es ist ein von Männern dominierter Sport: Motocross. Das stört Laynee Kehrer aus Notzing überhaupt nicht. Auf einem kleinen Motorrad brettert die Siebenjährige beim MSC Eichenried begeistert über die Buckelpiste im Birkenringstadion. Es macht ihr Spaß, sich mit den Buben dort zu messen und über die Hügel zu springen.

Schon ihr großer Bruder Niclas konnte sich früh für den Motorsport begeistern. Mit drei Jahren wollte er seinem Vater Frank Müller nacheifern, der da noch aktiv Motocross fuhr. Mittlerweile ist der Papa der Trainer der beiden und kümmert sich um die Bikes.

Neben der Rennkleidung schützen Niclas und Laynee Kehrer auch Rücken- und Brustprotektoren, Helm, Schuhe und Brille. Die Geschwister aus Notzing verstehen sich sehr gut.

Laynee war immer mit dabei, wenn ihr Bruder trainierte und Rennen fuhr. Irgendwann wollte sie selbst fahren. „Nur zuschauen fand sie blöd“, erzählt Mutter Denise Kehrer. „Irgendwann sagte sie: ,Ich will auch!‘“ So saß Laynee mit vier Jahren das erste Mal auf einem Motocross-Rad und fuhr auf der Kinderstrecke. „Sie ist da mit reingewachsen“, sagt ihr Vater.

Im April durfte sie an ihrem ersten Rennen in Essenbach teilnehmen, ein Wettbewerb zur südbayerischen Meisterschaft. Hier schaffte Laynee den fünften Platz. Die fünf Besten qualifizierten sich für den Supercup in Schweinfurt – und Laynee war dabei. Ihr Team gewann die Mannschaftswertung.

Der Siebenjährigen macht der Motorsport großen Spaß. Sie trainiert einmal die Woche im Birkenringstadion des MSC Eichenried. Dabei muss sie sich hauptsächlich gegen Buben durchsetzen – auch mal gegen ihren Bruder – und das gelingt ihr ganz gut.

Niclas hat ebenfalls bereits erfolgreich Rennen bestritten. Im vegangenen Jahr wurde er Chiemgau-Cross-Cup Meister in seiner Klasse und Dritter bei den südbayerischen Meisterschaften. Zuletzt waren die beiden beim Stoppelcross in Übersee am Start. Laynee wurde Fünfte (50 ccm Klasse), Niclas Sechster (65 ccm).

Ihre Eltern haben wenig Bedenken, ihre Kinder auf die Strecke zu lassen. „Verletzungen passieren in jeder Sportart“, sagt Denise Kehrer. Außerdem tragen Motocross-Fahrer Schutzkleidung wie Rücken- und Brustprotektoren, Helm und Brille. „Wenn wir aus Angst vor Verletzungen den Kindern den Sport nicht erlauben würden, dann dürften sie gar nichts machen“, meint die Mutter. Einmal musste Laynee bisher nach einem Sturz zum Arzt. Sie hatte sich eine Prellung am Oberschenkel zugezogen.

Einige von Laynees Klassenkameraden wollten anfangs gar nicht glauben, dass sie Motocross fährt. Auch Niclas ist mit seiner Leidenschaft ein Exot. Alle anderen in seiner Klasse spielen Fußball. „Warum sollte ich Fußball spielen, wenn ich das hier fahren darf“, sagt der Zehnjährige mit Blick auf sein Motorrad.

Franziska Huber

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