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Die richtige Haltung bei Nasenbluten demonstrierten Petra Neitzel (sitzend) und Anja Eberhard. Während der Kopf nach vorne gelegt wird, soll der Nacken gekühlt werden.

Ferienprogramm  Ottenhofen

Nie zu jung für Erste Hilfe

Ottenhofen – Auch kleine Kinder können Erste Hilfe leisten. Wie sie das am Besten machen, erfuhren acht Mädchen und Buben zwischen drei und fünf Jahren beim Erste-Hilfe-Kurs in der Grundschule Ottenhofen.

Im Haushalt und auf dem Spielplatz lauern Gefahren. Ein Wespenstich, eine Schnittwunde am Finger, ein starker Sonnenbrand, plötzliches Nasenbluten, eine Schürf- oder Brandwunde: Die Teilnehmer des Ferienprogramms wissen sich und anderen in diesen Fällen zu helfen.

Gemeinsam mit der Ottenhofenerin Anja Eberhard haben die Kinder die unterschiedlichsten Unfälle durchgespielt, die beim Toben passieren können. Schnell wurde klar: Erste Hilfe zu leisten, erfordert nicht unbedingt nur Fachwissen. Oft können ein paar tröstende Worte schon viel bewirken.

Doch das Wichtigste für die kleinen Ersthelfer: Hilfe holen. „Ihr könnt euren Eltern Bescheid geben, oder andere Menschen auf der Straße ansprechen. Die sollen dann den Rettungsdienst unter der 112 rufen“, erklärte ihnen Eberhard.

Der Krankenwagen ist jedoch nur in den schlimmsten Fällen notwendig, bei einem Wespenstich im Mund beispielsweise. Ansonsten kann ein Stich ganz leicht selbst behandelt werden. Das wussten die Kinder bereits aus Erfahrung. „Man muss die Stelle ganz schnell kühlen“, sagte ein Mädchen. „Das geht bei fast jeder Wunde“, ergänzte Eberhard. Ob beim Sonnenbrand oder bei einer Verbrennung, Kälte hilft weiter.

Auch bei Nasenbluten: In diesem Fall sollen Kühlpacks unbedingt in den Nacken gelegt werden. Zudem soll der Kopf nach vorne gekippt bleiben. „Viele lassen den Kopf hinten, das ist aber eigentlich falsch, denn dann läuft das Blut in den Magen“, weiß Eberhard.

Die 41-Jährige kennt sich aus auf diesem Gebiet. Neben ihrer Arbeit als Rettungssanitäterin engagiert sie sich beim Roten Kreuz. Ihr liegt es am Herzen, den Mädchen und Buben einfache Maßnahmen zur Ersten Hilfe nahezubringen. „Auch Kinder können schon etwas bewirken, und wenn es einfach das Alarmieren der Eltern ist“, sagt sie.

Julia Adam

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