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Wissenswertes rund ums Kaninchen erfuhren die Mädchen auf dem Anwesen der Familie Stanner, hier mit Betreuerin Alicia Hartinger (6.v.l.), die Züchterin Anna Stanner zur Hand ging.

Ferienprogramm Pastetten

So fühlen sich die Hoppler wohl

Sinsöd – Ein Kaninchen ist schnell gekauft, zumal die Viecherl günstig zu haben sind. Doch für eine tiergerechte Haltung der Langohren gilt es einiges zu beachten. Das erfuhren die Kinder beim Ferienprogramm.

Löwenköpfchen, Deutsche Riesen, Zwergwidder und Farbenzwerge: Auf dem idyllisch gelegenen Anwesen der Familie Stanner in Sinsöd bei Buch am Buchrain sind viele verschiedene Kaninchen zuhause. Züchterin Anna Stanner hat derzeit 23 Zuchtkaninchen und 25 Jungtiere.

Viel Wissenswertes rund ums Kaninchen erfuhren die Kinder, die im Rahmen des Pastettener Ferienprogramms zu Besuch auf dem Hof der Stanners waren. Anna Stanner gab eine kurze Einführung in die Geschichte der Langohren. Sie erklärte, dass die ersten Kaninchen 500 Jahre vor Christus in Korsika gesichtet worden seien und erst 1150 Jahre nach Christus ihren Weg nach Deutschland gefunden hätten. Laut Stanner gibt es 88 Rassen in den verschiedensten Größen und 370 Farbschläge.

Da das Kaninchen ein Rudeltier ist, sollte man es nicht alleine halten. Die Züchterin riet zu einem Pärchen, wobei das Männchen kastriert werden sollte, wenn man keinen weiteren Nachwuchs wünscht. Im Alter von drei und fünf Monaten werden die Tiere geschlechtsreif. Nach einer Tragezeit von 30 bis 34 Tagen wirft ein Kaninchenweibchen in der Regel drei bis acht Junge, wobei die größeren Kaninchen mehr Nachwuchs bekommen. Die Jungen sollten bei den kleinen Rassen sechs Wochen bei der Mutter bleiben, bei den großen Rassen zwei Wochen länger. Die Lebenserwartung beträgt etwa zwischen fünf und elf Jahre.

Und was sollte ein Kaninchen fressen? Gras, Löwenzahn, Äpfel, Karotten, auch mal einen Salat, und immer sollte Heu im Nahrungsangebot dabei sein. Für den Durst gibt es spezielle Kaninchentränken. Als Ergänzungsfutter empfiehlt die Kaninchenexpertin Hasenmüsli fürs Wachstum sowie Pellets und Vitamine. Nasses Gras, Klee und Kohlarten sollten unbedingt vermieden werden.

Die Tiere sollte man in einem geräumigen Gehege halten, das im Winter guten Schutz vor Kälte und genügend Bewegungsfreiheit bietet. „Direkte Sonneneinstrahlung ist für die Tiere eine Qual und kann tödlich enden“, weiß Stanner. Denn Kaninchen sind sehr hitzeempfindlich. Gegen typische Viruserkrankungen sollte geimpft werden.

Die Teilnehmerschar folgte aufmerksam den Ausführungen und nahm begeistert an der Hofführung teil. Fünf Mädchen haben selbst Zwergkaninchen zu Hause. „Die meisten haben die Tiere von mir“, erzählte Stanner schmunzelnd. Sie ist wie andere Züchter regelmäßig auf dem Langengeislinger Taubenmarkt und kann daher auch von den Preisen berichten. Demnach sollte ein Kaninchen 15 bis 20 Euro, maximal jedoch 30 Euro kosten.

Die Mädchen waren begeistert vom Ferienprogramm. Die achtjährige Laura meinte, dass sie viel dazugelernt habe. Für die zehnjährige Katharina war es sehr interessant, wie die Kaninchenfarben heißen. Da gibt es beispielsweise wildfarben, rhönfarben, havannafarben und fuchsfarben. Die siebenjährige Franziska antwortete auf die Frage, was ihr an der Veranstaltung besonders gut gefallen habe: „Eigentlich alles.“

Von Vroni Vogel

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