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Es war eine Ehre für den 80-Jährigen, der fast 40 Jahre lang in Erding der beste Ansprechpartner für Mercedes-Kunden war.

Reithofener bei Formel-1-rennen in spa

Nico Rosberg auf der Rückbank

Reithofen/Spa – Ein besonderes Geschenk hat Günter Lassak zum 80. Geburtstag bekommen. Der Reithofener durfte bei der Fahrer-Parade in Spa Formel 1-Pilot Nico Rosberg chauffieren – und damit den späteren Sieger des Großen Preises von Belgien.

Seine Bertha liebt Günter Lassak von ganzem Herzen. Mit dem schnittigen Mercedes 190 SL Cabrio, Baujahr 1959, hat der Reithofener einiges erlebt. Und darin haben schon Formel-1-Stars wie Adrian Sutil und Niko Hülkenberg gesessen. Seit vergangenem Wochenende reiht sich ein weiterer großer Name in diese Liste ein. Beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps nahm Nico Rosberg Platz.

Zum dritten Mal war Lassak mit seinem Schmuckstück bei der Fahrerparade dabei – als einziger Deutscher unter 21 Belgiern, Franzosen und Luxenburgern. Diese Ehre hat Lassak, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, Streckenpräsident Baron van Eyll zu verdanken. Er entdeckte Lassak und seine Bertha vor einigen Jahren bei der Arlberg Classic Car Rally – und wollte den Schlitten unbedingt für die Drivers Parade in Spa. „Dass ich dieses Mal Nico Rosberg fahren durfte, war ein Geburtstagsgeschenk vom Streckenpräsidenten“, erzählt Lassak.

Nico Rosberg in Lassaks Cabrio: Den Jubel der Zuschauer holte sich der spätere Sieger vor dem Grand Prix von Belgien auf dem Rücksitz des Mercedes 190 SL ab. Lassak zeigt sich begeistert von dem Formel-1-Star. Rosberg habe sogar gefragt, ob er sich auf die Lehne der Rückbank setzen darf.

Er ist noch ganz beglückt von der Begegnung mit dem 31-Jährigen Formel-1-Piloten. „Er ist eine richtig tolle Persönlichkeit. Aufmerksam, interessiert und kein bisschen arrogant“, berichtet Lassak. So habe Rosberg vor der Fahrt höflich gefragt, ob er sich auf die Lehne der Rückbank setzen darf. Während der Parade sei ein nettes Gespräch entstanden. Rosberg habe seinen 190 SL als „außergewöhnlich schön“ gelobt und sich über einen Stofflöwen des Lions Clubs gefreut, den Lassak als Geschenk für Rosbergs einjährige Tochter mitgebracht hatte. Und: „Er wollte mir gar nicht glauben, dass ich eben 80 Jahre alt geworden bin“, verrät Lassak mit spitzbübischem Grinsen.

„Es war ein Riesenerlebnis, den Menschen Nico Rosberg kennenzulernen“, lautet sein Fazit. Dabei hatte es noch am Morgen des Rennens nicht so ausgesehen, als würde er überhaupt an den Start gehen. Mit seiner Frau Gabi war Lassak schon am Freitag nach Aachen an der belgischen Grenze gereist – „auf der rechten Spur in Omnibusgeschwindigkeit“.

Am Samstag sind sie die nicht einmal 60 Kilometer lange Strecke zum Treffpunkt bei Spa zur Probe abgefahren. Mit einem ausreichenden Zeitpuffer machten sie sich am Renntag auf den Weg, um pünktlich um 8.15 Uhr dort zu sein – wie tausende Formel 1-Fans, die auch zur Rennstrecke wollten: Stau!

Letztlich hatten es die Lassaks der Hartnäckigkeit von Christine van Eylls zu verdanken, dass doch noch alles geklappt hat: Lassaks Oldtimer wurde per Polizeifunk gesucht und letztlich über einen Feldweg an der Autoschlange vorbei nach Spa eskortiert.

Obwohl Gabi Lassak nicht mit zur Fahrerparade durfte, war auch sie begeistert von dem Kurztrip nach Spa. Und Bertha? Die hat die 1500 Kilometer lange Fahrt gut überstanden, lobt Lassak: „Sie ist fantastisch gelaufen.“

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