Grundsatzfragen und der Suche nach dem Sinn des Lebens gingen Monika Gruber und Michael Niavarani in der Stadthalle in ihrem Programm „Best of Beide“nach. F: Bauersachs

Das perfekte Duo

Erding - Monika Gruber gab am Mittwoch ein umjubeltes Heimspiel in der ausverkauften Erdinger Stadthalle. Mit dem Wiener Kabarettisten Michael Niavarani präsentierte sie "Best of Beide“.

Da haben sich zwei gefunden: Monika Gruber stellte am Mittwochabend dem Erdinger Publikum den neuen Mann an ihrer Seite vor: Michael Niavarani. Der 44-jährige Wiener mit persischen Wurzeln, der laut Gruber von hinten aussieht wie 87 und von vorne wie Otto Schenk (Jahrgang 1930), ist in Österreich ein bekannter Kabarettist. In Deutschland trat er erstmals auf. Die Erdinger waren beigeistert von dem neuen Duo.

Gleich zu Beginn der Vorstellung „Best of Beide“ in der Stadthalle stellten die beiden klar, dass sie nichts miteinander hätten, das sei lediglich „ein böses Gerücht“. Gleichwohl benahmen sie sich wie ein altes Ehepaar. Sie warf ihm vor, dass er zu dick sei und nicht wie „a gstinkert’ s Gselchts“ auf der Couch rum liegen solle. Woraufhin er hysterisch reagierte, „diese Frauen wollen immer Sachen machen“! Ein Mann müsse einfach am Sonntagnachmittag auf dem Sofa ausruhen dürfen, und wenn er dabei noch fernsehe, sei das eh schon eine Unternehmung.

Apropos Fernsehen: Angesteckt von seinen Mitmenschen, die alle arbeiten, bis sie umfallen, um sich das zu kaufen, was sie gar nicht brauchen, hat auch er sich einen Flachbildschirm geleistet, und zwar einen solch flachen, dass er diesen drei Wochen später nicht mehr gesehen hat und sich gleich nochmal einen kaufte. Alle würden sich i-Phone 4 oder 5 bestellen, und keiner wüsste den Unterschied.

Auf der Suche nach dem wirklichen Sinn des Lebens redete sich Niavarani derart in Rage, dass er zu dem Schluss kam, nur ein junges Model könne ihm, der voll in der Midlifecrisis stecke, diese Frage beantworten.

Gruber und Niavarani stellten sich in Soli gegenseitig ihre besten Nummern aus vergangenen Programmen vor. Sie auf Bairisch, er auf Wienerisch, „für Preißn muss die Vorstellung pantomimisch gewesen sein“, meinte Gruber. Dialoge, in denen sich beide an Wortwitz überboten, waren die Überleitungen und gleichzeitig die Höhepunkte. Sie beleidigten sich so authentisch, dass man als Publikum das Gefühl bekam, in deren Wohnzimmer - als solches war die Bühne auch ausgestattet - zu blicken. Beide arbeiten als Schauspieler, und auch das tat der Vorstellung gut. Gruber und Niavarani haben einen ähnlich gesellschaftskritischen Blick. Das zeigte sich auch an den selben Themen: Wichtigtuer im Flugzeug, die Gegensätze zwischen Mann und Frau, Erziehungsfragen und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Da konsultiert Gruber sogar das Publikum, und das gab ihr recht: Das Wichtigste ist die Liebe.

Und dieses Statement prangte sogar in großen Glitzer-Lettern auf ihrem T-Shirt. Die beiden harmonieren und mögen sich „trotz böser Gerüchte“ so gerne, dass sie für Ende des Jahres ein gemeinsames Programm herausbringen. (Alexandra Anderka)

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