Sechs Minuten Gefühlsausbruch

Erding - In 360 Sekunden auf den Punkt kommen. All das sagen, was man sagen will. Seinen Gefühlen freien Lauf lassen - und Jury und Publikum stärker in seinen Bann ziehen als die Konkurrenz. Egal ob lustig, wütend oder melancholisch - alles ist erlaubt. Darum geht es beim Poetry-Slam.

Am 1. Februar geht der Wort-Wettbewerb im Erdinger Jugend- und Kulturhaus Sonic - das ist der neue Name der Einrichtung und bedeuetet lautstark - in seine zweite Auflage. Wie bei der Premiere bei den Jugendkulturtagen ist es der Reimrausch Ebersberg, der die so genannten Slammer auf die Bühne bittet. Lars Müller vom Sonic hofft, „dass die Ressonanz wieder so gut ist wie beim ersten Mal“. Damals war die Hütte voll. Und eine der beiden Lokal-Texterinnen, Lisa Scheyer, reimte sich sogar auf Platz zwei.

Scheyer ist wieder dabei, und auch eine Dorfener Slammerin präsentierent wieder einen Text: Carolin Annuschelt. Die Werke der beiden müssen gegen die von sechs weiteren Poeten bestehen.“ Härtester Konkurrent wird Titelverteidiger Mani Eder aus Rosenheim sein. Aber auch aus Augsburg, Ismaning oder München reisen Reimer an. Eine gute Mischung“, kündigt Organisator Mic Mehler vom Reimrausch an. Vier kurzentschlossene Wortakrobaten hätten laut Mehler, der mit Christoph Hebenstreit durch den Abend führt, sogar noch Platz.

Er und Müller bestätigen, dass die Kooperation weitergeht. „Alle drei Monate soll ein Slam steigen“, sagt Müller. „Das ist ein guter Rhythmus. Wir wollen ja auch nicht langweilen“. Aber er ist ambitioniert: „Wir hoffen, irgendwann einen festen Pool von 20, 30 Slammern zu haben. Aber das braucht Zeit.“ Auf jeden fall solle der Poetry Slam eine feste Institution werden. Der 1. Februar ist jedenfalls der nächste Schritt. Der Slam startet um 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei. lib

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