Mir kann keiner was: Beim Persönlichen Schutztraining mit Dirk Johannes Melchert (l.) lernten 110 Altenerdinger Grundschüler Abwehrtechniken. Bei der Schlussvorführung vor den Eltern gingen reihenweise Bretter kaputt. Foto: Moritz

Mut und Selbstvertrauen sind die besten Waffen

Erding - Wie schütze ich mein Kind am besten vor Gewalt und Mobbing? Diese Frage stellen sich nicht nur fürsorgliche Eltern. Auch an der Ludwig-Simmet-Anger Grundschule.

In der Grundschule Am Ludwig-Simmet-Anger in Altenerding war dies das beherrschende Thema im ersten Halbjahr, dem ein sechswöchiger Block gewidmet wurde. Einbezogen waren alle 280 Mädchen und Buben aus zwölf Klassen. Altersgerecht wurden Kinder und Eltern informiert. Letztere etwa durch einen Vortrag von Silke Wirth, Kinder- und Frauenbeauftragte des Polizeipräsidiums Ingolstadt. Sie klärte über sämtliche Formen sexueller Gewalt und die richtigen Verhaltensweisen auf, um einem Täter das Handwerk zu legen.

„Mut macht stark“ lautete die Unterrichtssequenz in den ersten beiden Klassen. Zum einen wurde den Kindern im Unterricht vermittelt, wie sie Gesichtsausdrücke richtig einordnen können. Aber sie sollten auch selbst lernen, Gefühle mimisch und gestisch zu vermitteln. Wichtig war, dass die Mädchen und Buben lernten, Nein zu sagen. Es ging um „gute“ und „schlechte“ Geheimnisse. So erfuhren die Erst- und Zweitklässler, dass es gut ist, der Mama nicht zu verraten, was sie zu Weihnachten bekommt. Wenn man aber von einem Fremden aufgefordert wird, mitzugehen oder eine Süßigkeit anzunehmen und das niemandem zu sagen, dann ist das ein „schlechtes“ Geheimnis, dass man sofort zu Hause oder in der Schule erzählt. Dem schloss sich ein Puppentheater von Beate Welsch an, in dem es um eben jene guten und schlechten Geheimnisse ging.

Das Thema Mobbing unter Schülern stand im Mittelpunkt des Unterrichts der Jahrgangsstufen drei und vier. „Das gibt es leider auch schon in diesem Alter“, verdeutlichte Rektorin Dr. Annett Taubert die Dringlichkeit dieser Problematik. Ziel sei, dass die Kinder gerne zur Schule kommen und lernen, Ausgrenzung zu erkennen, sich gegen sie zu wappnen und andere davor zu bewahren.Den Auftakt bildete eine Aufführung des Theaters Eukitea. „Gut so“ vermittelte Anregungen, sich für ein lebendiges und harmonisches Miteinander einzusetzen. Die beiden Akteure geleiteten die jungen Zuschauer in die Lebenswelt von sechs Kindern der Klasse 4a. Bedrängt von einer schwierigen Situation, verursacht von der Liebe zweier Schüler, geraten einige aus der Klasse in eine schwierige Situation. Im entscheidenden Augenblick gelingt die Wende zum Guten.

An alle Grundschüler richtete sich das außerhalb des Unterrichts stattfindende Persönliche Schutztraining, an dem 110 Kinder teilnahmen. Die Erdinger Polizeibeamtin Miriam Voigt und der Kampfsportlehrer Dirk Johannes Melchert zeigten den Kindern, wie sie sich im Fall eines gewalttätigen oder sexuellen Übergriffs durch Fremde wirkungsvoll verteidigen können. Dazu gehörte auch, Schutzinseln entlang des Schulwegs zu finden, zu denen man im Gefahrfall flüchten kann. Den Abschluss bildete eine Vorführung in der Turnhalle, wo die Kinder ihren Eltern zeigten, dass Mut und Selbstvertrauen die besten Waffen sind. Finanziell stark engagiert hatte sich bei diesem Schwepunktthema der Elternbeirat, der unter anderem das Theater finanzierte.

Hans Moritz

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