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„Da habe ich unglaublich große Unterstützung erfahren.“ Landrat Martin Bayerstorfer (l.) dankte den Bürgermeistern der Landkreis-Kommunen für die Hilfe bei der Unterbringung der Flüchtlinge.

Flüchtlingshilfe

Landrat: Keine Gesellschaft lauter Ichlinge

Hofstarring - CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer hat die „Welle der Hilfsbereitschaft“ bei der Betreuung von Flüchtlingen im Landkreis herausgestellt. Das zeige, „dass unsere Gesellschaft nicht nur aus Ichlingen besteht“, sagte er bei einem Treffen der Christsozialen.

Bei der Wahl der Delegierten in Hofstarring für die CSU-Aufstellungsversammlung für die Wahl eines Bundestagskandidaten im November in Forstern ist der CSU-Kreisvorsitzende Martin Bayerstorfer auf aktuelle Geschehnisse im Landkreis eingegangen. „Mit den Themen, die uns derzeit bewegen, könnte man mehrere Abende füllen“, meinte er und ging zunächst auf die Flüchtlingsproblematik ein. Er sei „froh und stolz über die Welle der Hilfsbereitschaft, wenn es um die Betreuung der Flüchtlinge geht“. Es zeige, „dass unsere Gesellschaft nicht nur aus Ichlingen besteht“.

Für die problemlose Unterbringung bedankte sich Bayerstorfer in seiner Eigenschaft als Landrat bei allen 26 Landkreis-Bürgermeistern: „Da habe ich eine unglaublich große Unterstützung erfahren.“ Bayerstorfer berichtete, dass sich im Landratsamt 40 Mitarbeiter ausschließlich mit Flüchtlingen beschäftigen und verteidigte noch einmal den Kommunalpass: „Ich bleibe dabei, dass die Einführung die richtige Entscheidung war.“

Heftige Kritik übte der CSU-Kreischef nochmals daran, dass viele Flüchtlinge unregistriert hätten ein- und auch weiterreisen dürfen. „Rund 78 000 Flüchtlinge waren im Camp Shelterschleife, 17 800 haben das Camp ohne Registrierung verlassen. In Deutschland muss sogar ein Kleinkind Ausweispapiere haben, wenn es ins Ausland will.“ Viele Flüchtlinge hätten nach Nordamerika weiterreisen wollen. Dort aber hätten die Behörden erst nach Berufsausbildung sowie Vermögen gefragt und dann nur die Leute einreisen lassen, die sie brauchen können. „Da frage ich mich: Was hat das mit humanitärer Hilfe zu tun?“

Nach dem Thema B 15 neu („Hier haben wir uns positioniert und die so genannte Monstertrasse verhindert“) ging Bayerstorfer auf die dritte Startbahn ein und nahm erst einmal Ministerpräsident Horst Seehofer in Schutz. „Ich finde es unverschämt, was manche politische Vertreter zu den Aussagen des Ministerpräsidenten geäußert haben“, schimpfte der CSU-Kreisvorsitzende. „Er hat nie gesagt, dass die Startbahn nicht kommt.“ Seehofer habe deutlich erklärt, dass die Argumente der FMG nicht ausreichend seien und man vor einer erneuten Entscheidung die Bürger befragen müsse. Bayerstorfer stellte aber klar, dass er nach wie vor keine Notwendigkeit für die dritte Startbahn sehe. „Es gibt keine Erschließung, und in der momentanen Situation ist der Bedarf nicht nachgewiesen“, sagte der Landrat. „Ich bin dem Ministerpräsidenten dankbar, dass er am Bürgerentscheid festhält.“

Bayerstorfer streifte noch die Themen Bildung und Wohnungsbau, ehe er auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region einging. „In der Steuerkraft hat der Landkreis Erding in den vergangenen vier Jahren um 50 Prozent zugelegt“, verkündete der Landrat stolz und resümierte: „Wir stehen heute besser da als je zuvor.“

Am Schluss seiner Rede hielt der CSU-Kreisvorsitzende noch ein Plädoyer für den Heimatabgeordneten Andreas Lenz. „Es gibt für uns keinen Zweifel, dass wir dich wieder nach Berlin schicken“, rief er dem 35-jährigen Bundestagsabgeordneten unter großem Beifall der CSU-Mitglieder zu.  

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