Richtfest für das heilpädagogische Kinderhaus: Als Ehrengäste waren unter anderem Vizelandrat Jakob Schwimmer (r.), Bürgermeister Franz Hofstetter (2. v. r.) sowie zahlreiche Gemeinderatsmitglieder dabei. Foto: Fischbeck

Richtfest

Kinderhaus wird teurer als geplant

Taufkirchen – Nur vier Monate nach dem Spatenstich ist für das neue heilpädagogischen Kinderhaus im Taufkirchener Ortsteil Vötting gestern Richtfest gefeiert worden.

Bereits ab Herbst 2017 soll das Kinderhaus seinen Betrieb aufnehmen. Der Bau liegt derzeit voll im Plan. „Einziger Wermutstropfen“, so Bürgermeister Franz Hofstetter, sei die Tatsache, dass sich das Bauvorhaben, aufgrund der für Handwerksbetriebe hervorragenden Auftragslage, etwas verteuert habe. Außerdem seien wegen Schallschutzerfordernissen massivere Ziegel zum Einsatz gekommen.

War man zunächst von Baukosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro ausgegangen, verteuert sich das Projekt um 343 000 Euro auf nun 3,243 Millionen Euro. Seitens des Staates wird das Kinderhaus mit 822 600 Euro bezuschusst, Der zweigeschossige Bau erstreckt sich auf einer Bruttogeschossfläche von 1350 Quadratmeter. Es wird vor allem auf eine ökologische und nachhaltige Bauweise geachtet. Das leicht geneigte Flachdach wird zudem begrünt. Insgesamt werden vier Gruppen mit 70 Kindern in dem Gebäude untergebracht, zwei Kindergarten-, eine Krippen- sowie eine heilpädagogische Gruppe. Durch letztere Gruppe werden auch Kinder von außerhalb der Gemeindegrenzen nach Taufkirchen kommen. Träger des Kinderhauses ist die Katholische Jugendfürsorge München und Freising mit ihrem Einrichtungsverbund Steinhöring.

In seiner kurzen Ansprache bedankte sich Bürgermeister Hofstetter bei den mitwirkenden Unternehmen. Etwas vieldeutig, und für außenstehende nicht nachvollziehbar, dankte Hofstetter auch Vizelandrat Jakob Schwimmer: „Vorher haben wir ganz anständig und wie es sich gehört, lieber Landrat, beim Landratsamt die Leute gefragt, ob sie es genehmigen können. Und wir haben erst mit dem Bauen begonnen, als sie gesagt haben, dass sie es genehmigen können.“ Der Gemeindechef dankte auch den anwesenden Gemeinderäten, die das Kinderhaus „mitverschuldet“ hätten.

Mit ernsterer Mine sagte Hofstetter, dass die heilpädagogische Gruppe „etwas ganz Besonderes“ sei, die bisher im Angebot der Gemeinde mit zahlreichen Kindertagestätten noch gefehlt habe. Mit dem Bau wolle man den Pflichten nachkommen, um jedem Kind im Gemeindebereich auch einen Kindergartenplatz garantieren zu können.  fis

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