Es kann losgehen: Beim alten Fischerhaus (mit den zugemauerten Fenstern) soll in direkter Nähe zum Anwesen Zuhr (links, hinter der Eiche) ein Anbau mit zehn weiteren Wohnungen entstehen. Foto: Birgit Lang

Anlage „zum Mitterfischer“

Nach Neuplanung weniger Wohnungen

Moosen - Lange ist um die Wohnanlage „Zum Mitterfischer“ in der Ortsmitte von Moosen gerungen worden. Jetzt ist ein Kompromiss gefunden worden – mit weniger Wohneinheiten.

Als „eine ganz gute Lösung“ bezeichnete Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) den noch einmal neu geplanten Um- beziehungsweise Neubau der Wohnanlage „Zum Mitterfischer“ in Moosen. Vor zwei Jahren wurde der erste Bauantrag mit zwölf Wohneinheiten von einem Taufkirchener Bauträger eingereicht. Dieser stieß beim Grundstücks- und Bauausschuss auf große Bedenken, da das Gremium Probleme mit dem Immissionsschutz mit der angrenzenden Wirtschaft und Metzgerei mit Schlachthausbetrieb befürchtete.

Damals wurde eine Veränderungssperre verhängt und ein Bebauungsplan für das Gebiet „Moosen südlich der Oststraße“ gefordert. Dieses Dorfgebiet umfasst eine Fläche von rund 36 000 Quadratmetern. Der Bauträger kam den Bedenken des Gremiums entgegen und änderte seine ursprüngliche Planung. Nun sollen insgesamt nur zehn Wohneinheiten und 14 Parkplätze entstehen, neun davon im Innenhof platziert werden. Außerdem sollen vier im Westen zum Parkplatz Zuhr, im Bereich des Eckhauses im Erdgeschoss, als offene Garagen in das Gebäude integriert werden, erklärte Sachbearbeiter Hans Baumgärtner dem Gremium. Ein Behindertenparkplatz soll an der östlichen Grundstücksgrenze über die Oststraße anzufahren sein. Damit sei die Stellplatzverordnung der Gemeinde erfüllt. Besucherparkplätze seien allerdings keine vorhanden, führte Baumgartner weiter aus.

Um mögliche Lärmbeeinträchtigungen zu reduzieren, hat der Bauträger eine Festverglasung der Loggia nach Westen zum Parkplatz Zuhr im ersten Obergeschoss des Eckgebäudes vorgesehen. Außerdem wurde der Anbau niedriger. Sechs Wohnungen sollen hier untergebracht werden, eine im Eckanbau. Drei befinden sich im bereits umgebauten, bestehenden Gebäude. Die Unterschriften der Nachbarn liegen noch nicht vor.

Gemeinderat Martin Huber (REP) sagte: „Zentrumsverdichtungen sind zu befürworten. Ich finde die Änderung gut, absolut gut.“ Auch die restlichen Räte waren mit dem vorliegenden Bauantrag zufrieden und erteilten ihr Einvernehmen. Die Veränderungssperre wurde damit aufgehoben.

Birgit Lang

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