Seit 50 Jahren glücklich verheiratet: Im Kreise ihrer Lieben feierten Maximiliane und Peter Kapustin (vorne, M.) ihre Goldene Hochzeit. Dazu gratulierten auch Landrat Martin Bayerstorfer (hinten, r.) und Bürgermeister Franz Hofstetter (r.). Foto: Weingartner

Goldene Hochzeit Kapustin

Ein sportlich, kulturell und politisch aktives Paar

Taufkirchen – Bei der Geburtstagsfeier einer gemeinsamen Freundin waren sich Maximiliane und Peter Kapustin 1960 erstmals begegnet und hatten „damals bereits einen Blick mit Herz füreinander“, erzählt das bekannte Taufkirchener Ehepaar bei einer ganz anderen persönlichen Feier.

Zusammen mit der Familie feierten sie ihr Goldenes Hochzeitsjubiläum. Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeister Franz Hofstetter gratulierten ebenfalls herzlich.

Maximiliane Schnappauf, so der Mädchenname der Jubilarin, ist in Erding geboren und aufgewachsen. Auch ihr Mann Peter wurde in der Kreisstadt groß, dessen Geburtswiege stand allerdings in Insterburg (Ostpreußen). Nach dem Kennenlernen hatte sich das Paar – wie früher noch üblich – zuerst verlobt (1965), ehe sie dann im Oktober 1966 am gemeinsamen Wohnort München standesamtlich den Ehebund schlossen. Das ewige Eheversprechen vor Gott gaben sich die Kapustins kurz darauf am Altar von St. Vinzenz in Erding.

Der Studienreferendar und die Versicherungsangestellte lebten zunächst im Herzen von München in der Nähe vom Gärtnerplatz, bis 1968 die erste Tochter Natascha geboren wurde. 1969 zog die kleine Familie dann nach Gröbenzell. Inzwischen war Peter Kapustin Studienrat an der Universität Augsburg, und für seine Frau Maximiliane war ihre Familie weit mehr als eine bloße Pflicht. Peter Kapustin verrät: „Maximiliane ist das Herz der Familie. Sie gestaltet die familiäre ,Innenpolitik‘ mit enger – auch ehrenamtlicher – Verbindung zum Gemeindeleben in Taufkirchen“. Der Jubilar ist in der Familie dagegen noch heute der „Außenpolitiker“ mit seinen vielen Engagements und Forschungsprojekten bis weit in die Welt hinaus, beruflich und ehrenamtlich.

1971 erblickte die zweite Tochter der Kapustins, Tatjana, das Licht der Welt, und 1976 erfolgte der Umzug nach Taufkirchen. In der Vilsgemeinde fühlt sich die Familie nun seit 40 Jahren sehr wohl und ist voll integriert. 1983 eroberte das dritte Kind, Sohn Peter Christopher, die Herzen der inzwischen reiferen Eltern und der beiden Schwestern. Zur Freude von Oma und Opa Kapustin „sind die beiden Töchter und der Sohn gut verheiratet“ und haben den Großeltern „je zwei Enkel geschenkt“.

Die Familie Kapustin war und ist auf vielfache Weise seit vier Jahrzehnten ins Gemeindeleben in Taufkirchen fest eingebunden, im Sport, kommunalpolitisch, kulturell und gesellschaftlich. Die Jubilare waren und sind stark im TSV Taufkirchen engagiert, und über ihre Kinder gibt es die Nähe zum Reit- und Fahrverein sowie zum Tennisclub. Stolz sind alle auf das „Familienprojekt“ Urzeitmuseum in Taufkirchen, das sich ist zu einem kulturellen „Magneten“ entwickelt hat.

Der jahrzehntelange Einsatz und die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Kapustins wurden mit zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt. So wurde die Jubilarin für ihr über 20-jähriges Engagement in der TSV-Vereinsführung – zuletzt fast zehn Jahre als Vorsitzende – 2013 mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Peter Kapustin kann auf einen mehr als beachtlichen beruflichen und privaten Werdegang zurückblicken. Seit 1970 war und ist er in führenden Ehrenämtern in Vereinen und Verbänden auf nationaler und internationaler Ebene tätig. Er war auch Mitglied im Kreistag (1984 – 1990) und Mitglied des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks (1998 – 2006). An der LMU-München studierte er Lehramt für Gymnasium (Chemie, Biologie, Sport), wo 1974 die Promotion in Anthropologie zum Dr. rer. nat. folgte. Unter anderem war Kapustin dann von 1980 bis zur Pensionierung Universitätsprofessor, Ordinarius und Vorstand des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Würzburg. Derzeit ist er noch Uni-Professor in Teilzeit an der Privat-Universität Schloss Seeburg. Zu seinen hohen Auszeichnungen gehören unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande (1989) und 1. Klasse (2001) sowie der Bayerische Verdienstorden (2001) und der Ehrenring des Bayerischen Landessportverbandes (2001). Seit 2005 ist er auch Ehrenpräsident von Special Olympics Deutschland und Ehrenmitglied des Vereins Lebenshilfe Würzburg (1997).

Hermann Weingartner

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