Einbau der ersten LED-Retrofit-Lampe: Bürgermeister Franz Hofstetter, Bauhofmitarbeiter Korbinian Glasl und Johann König (v. l.), Leiter Straßenbeleuchtung Bayernwerk. Foto: Weingartner

Pilotprojekt in Taufkirchen

Straßenlampen werden auf LED umgerüstet

Taufkirchen – In der Gemeinde Taufkirchen startet der Energieversorger Bayernwerk AG ein Pilotprojekt das zur Umweltschonung durch Energieeinsparung beiträgt. Dazu werden stromsparende LED-Leuchtmittel in der Straßenbeleuchtung getestet. Bei einem Pressegespräch wurde das Projekt vorgestellt.

In Teilen des Gemeindebereichs werden vorerst in 100 Straßenlampen die alten Leuchtmittel durch sogenannte LED-Retrofit-Lampen ersetzt. Das bedeutet, dass im Idealfall das alte Leuchtmittel raus und die neue LED-Lampe reingeschraubt oder gesteckt werden kann. Eine EU-Richtlinie verbietet seit 2009, dass stromfressende Leuchtmittel, wie die Glühlampe, in den Verkehr gebracht werden. Damit sollen die Verbraucher gezwungen werden alternative Leuchtmittel einzusetzen.

Auf die Glühlampe folgten Energiesparlampen und nun setzt sich beim Leuchtmittel die LED-Technik immer mehr durch, die die klassischen Beleuchtungen ersetzen. Die Gemeinde Taufkirchen investiert jetzt in das LED-Retrofit-Lampen-Projekt 20 000 Euro, berichtete Bürgermeister Franz Hofstetter bei dem Pressegespräch. Bereits 2014 seien für rund 80 000 Euro komplette Leuchten durch die LED-Leuchten ersetzt worden.

Beim Start des Feldversuchs lobte Johann König, Leiter Straßenbeleuchtung beim Bayernwerk, die Gemeinde Taufkirchen, „mit der wir gerne zusammenarbeiten“. Die sei vor „etwa 15 Jahren eine der ersten Kommunen im Versorgungsgebiet des Bayernwerks gewesen, die mit der Umrüstung auf Gelblicht ihren Stromverbrauch bei der Straßenbeleuchtung erheblich senken konnte“. Nun sei Taufkirchen Ort für einen neuen Feldversuch des Energienetzbetreibers.

Die Bayernwerke testen künftig verschiedene Modelle von LED-Retrofit-Lampen. Kommunen seien verpflichtet, öffentliche Straßen und Plätze zu beleuchten, um Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten, erklärte König. „Bei hohen Energiekosten sind deshalb neue Lösungen gefragt, die ein effizientes Straßenbeleuchtungsmanagement ermöglichen und helfen, vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen“, sei der Grund für den Pilotversuch. „Dazu gehört die Erneuerung alter, ineffizienter Leuchten durch LED’s sowie die Umrüstung hochwertiger, dekorativer Leuchten mit LED-Bausätzen oder auch Ersatzleuchtmitteln“. Das könnten die LED-Retrofit-Lampen sein, deren Praxistauglichkeit, Lichtlenkung oder Blendung nun über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Modellen ausführlich getestet wird.

Die LED-Retrofit-Lampen werden demnächst in folgenden Bereichen eingebaut: Im Baugebiet Moosen, in Jettenstetten, Attinger Weg, Gewerbegebiet Flaring-Süd, an der B 15, Volksfestplatzpark, am Vilstal-Radweg und den Wegen am Stephansbrünnlbach. Die Gemeinde hofft auch auf Mitwirken der Bevölkerung. Anregungen der Bürger nimmt gerne das Bauamt auf, so Hofstetter. 

Hermann Weingartner

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