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Auf der Autobahn München-Nürnberg hat sich am Dienstagnachmittag eine Tragödie ereignet.
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Auf der Autobahn München-Nürnberg hat sich am Dienstagnachmittag eine Tragödie ereignet.

Unfalltragödie auf der A9

Zwei Kinder aus Auto geschleudert und getötet

Denkendorf/Erding - Auf der Autobahn München-Nürnberg hat sich am Dienstagnachmittag eine Tragödie ereignet: Bei einem Raserunfall verunglückte eine Familie aus Erding völlig unverschuldet. Zwei der vier kleinen Kinder sind tot, Eltern und Geschwister schwerst verletzt.

Die Familie war auf dem Heimweg nach Erding, als gegen 15 Uhr das Schicksal auf der A9 erbarmungslos zuschlug und die sechsköpfige Familie auseinander riss. Schuld ist ersten Erkenntnissen zufolge ein Raser, der mit seinem BMW 640d Zeugenangaben zufolge mit völlig überhöhter Geschwindigkeit auf regenfeuchter Fahrbahn unterwegs war.

Auf Höhe des Ratsplatzes Gelbelsee verlor der 49-jährige Münchner die Kontrolle über seinen Boliden. Dieser krachte zunächst gegen eine Lärmschutzwand der hier sechsspurigen Autobahn. Die Wucht war so groß, dass der BMW zurückgeschleudert wurde. Auf der mittleren Fahrspur schoss er den Seat Alhambra der türkischstämmigen Familie aus dem Stadtgebiet Erding förmlich ab. Die Front des Vans wurde komplett zerstört, der Motor wurde herausgerissen. Zeugen berichteten, der Motorblock sei 70 Meter weit geschleudert, ehe er zwischen den beiden Fahrspuren liegen blieb.

Zwei der vier Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren wurden aus dem Fahrzeug geschleudert, mutmaßlich durch die hintere Seitenscheibe. Zwei acht und neun Jahre alten Buben wurden so schwer verletzt, dass einer noch an der Unfallstelle starb, der zweite wenig später in einem Krankenhaus. Die Eltern, der 50 Jahre alte Vater und die 37-jährige Mutter, sowie die beiden weiteren Kinder, zwei neun und zwölf Jahre alte Mädchen, erlitten teils schwerste Verletzungen. Die beiden Neunjährigen waren laut Polizei Zwillinge. Auch der Unfallverursacher zog sich schwere Blessuren zu. Ein erster Alkoholtest fiel negativ aus. Ein Gutachter muss klären, ob alle Beteiligten angegurtet waren.

Wenige Minuten vor diesem entsetzlichen Crash mussten die Einsatzkräfte schon einmal auf die A9 ausrücken: Nur ein paar Kilometer entfernt, zwischen den Anschlussstellen Ingolstadt und Altmühltal, verunglückte ein Ferrari auf nasser Fahrbahn. Der Fahrer (53) aus Düsseldorf überlebte den Zusammenstoß mit der Leitplanke nicht, seine 27 Jahre alte Beifahrerin wurde im Wrack eingeklemmt. Schwerst verletzt musste sie von der Feuerwehr befreit werden. Beide Unfälle sorgten für ein Verkehrschaos. Die Nürnberger Autobahn war stundenlang in beiden Richtungen gesperrt. Für die zahlreichen Retter stellte vor allem der Unfall mit den beiden toten Kindern eine immense psychische Herausforderung dar. In ihre Trauer mischt sich Wut, denn auch hier erschwerten Gaffer, die teils versuchten, die Unfallfahrzeuge mit dem Handy zu filmen oder zu fotografieren, die Rettungsarbeiten.

2016, so viel steht jetzt schon fest, wird für die Verkehrssicherheit im Landkreis Erding, ein schwarzes Jahr. Bis jetzt verloren auf den Straßen im Erdinger Land neun Menschen ihr Leben. Hinzu kommen neben den beiden getöteten Kindern auf der A9 ein junger Motorradfahrer, der vor wenigen Wochen auf der A94 kurz vor München tödlich verunglückt war.

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