Handschlag: Eugen Kroneberger (l.) gratulierte Nachfolger Martin Stöckl. foto: albrecht

Neuer Kommandant

„Aus Leidenschaft für die Feuerwehr“

Wartenberg – Aus „Mr. First Responder“ wurde am Freitag „Mr. Feuerwehr“: Martin Stöckl ist nahezu einstimmig zum neuen Kommandanten der Feuerwehr Wartenberg gewählt worden. Der bisherige Chef Eugen Kroneberger hatte nicht wieder kandidiert. Stöckl war bisher für die First Responder in Wartenberg verantwortlich und hatte diese Gruppe aufgebaut, was ihm von Seiten des Bürgermeisters Manfred Ranft den genannten scherzhaft gemeinten Titel eingetragen hat.

Stöckl ist 42 Jahre alt und von Beruf Feuerwehrmann bei der Technischen Universität München. Er habe sich aus „Leidenschaft für die Feuerwehr“ um dieses Amt beworben. „Es war aber auch der Rückhalt, den ich bei den Kameraden habe, und die mich ermuntert haben, zu kandidieren.“ Er übernehme eine intakte Feuerwehr, Kroneberger habe eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Stöckl ist bereits Zugführer. Was er jetzt noch machen muss, ist der Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“.

Zur Dienstversammlung im Café Härtl waren 45 Wahlberechtigte gekommen. Von den 43 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen wiederum 42 auf Stöckl. Ranft hielt sich kurz in seiner Einleitung, sprach den Aktiven seinen Dank für ihr Engagement aus und lobte die Jugendarbeit der Wehr.

Kroneberger hielt sich ebenfalls kurz, erinnerte an die „dankbaren Blicke der Betroffenen, denen man hat helfen können“. Er vergaß aber auch die Momente der Resignation nicht, die es im Feuerwehrdienst eben auch gebe. In seine sechsjährige Amtszeit als Kommandant fielen das große Hochwasser von 2013, und Ranft bemerkte: „Auch der Brand in der Robert-Weise-Straße war nicht ohne.“ Der scheidende Kommandant hatte die Hauptverantwortung bei der Beschaffung der Drehleiter getragen. Kroneberger dankte zudem seinem Stellvertreter Konrad Gruber, der Kreisbrandinspektion und der Gemeinde. „Der Alte ist der Bogen, der Neue ist der Pfeil“, leitete er dann zu seinem Amtsverzicht über.

Stöckl wirkte gerührt bei seiner Antrittsrede und musste sich geradezu zusammenreißen. „Wir brauchen ganz viele verschiedene Leute mit unterschiedlichem Wissen“, sagte er mit Verweis auf die Ausbildung der Aktiven und formulierte ein erstes konkretes Ziel: „Wir müssen dran bleiben, dass wir Bürgerinnen und Bürger für die Feuerwehr gewinnen.“ Die Kameraden bat er um Geduld. Er könne nicht versprechen, dass er sein Amt sofort perfekt ausüben werde.

Auf ihn kommt noch eine Menge Arbeit zu, denn er muss einen Nachfolger für seine Leitungsfunktion bei den First Respondern finden. „Da sind aber schon Kandidaten da“, beruhigte er. Auch für seine Funktionals Ausbilder auf Kreisebene müsse noch ein Ersatz her, sagte er. Am 7. Dezember, kündigte Ranft an, werde der Marktrat die Bestätigung des Kommandanten auf der Tagesordnung haben. Die Zustimmung gilt als Formsache.  

klk

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